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title: "Hin und Her"
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published_at: "2026-10-03T10:52:08+00:00"
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excerpt: "Eine der ältesten Börsenregeln im deutschsprachigen Raum, ohne bekannten Urheber – vermutlich, weil sie so oft unabhängig voneinander neu entdeckt wurde. Gemeint ist: Jeder Kauf und Verkauf kostet etwas, auch wenn die einzelne Order kaum ins Gewicht fällt. In der..."
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> # Hin und Her macht Taschen leer

Eine der ältesten Börsenregeln im deutschsprachigen Raum, ohne bekannten Urheber – vermutlich, weil sie so oft unabhängig voneinander neu entdeckt wurde. Gemeint ist: Jeder Kauf und Verkauf kostet etwas, auch wenn die einzelne Order kaum ins Gewicht fällt. In der Summe fressen [Spread](https://depot-tagebuch.de/lexikon/spread/)
, Ordergebühren und Steuern auf realisierte Gewinne einen Teil der Rendite auf, bevor überhaupt etwas übrig bleibt.

Für Anleger ist das eine der wenigen Regeln ohne Interpretationsspielraum. Wer häufig umschichtet, muss nicht nur öfter richtig liegen als jemand, der hält – er muss auch die Kosten jeder Transaktion zusätzlich wieder hereinholen. Das FIFO-Prinzip und die Regeln zum [Verlustverrechnungstopf](https://depot-tagebuch.de/lexikon/verlustverrechnungstopf/)
 machen aktives Handeln zusätzlich steuerlich unbequem.

**Wahrheitsgehalt:** exzellent belegt. [Barber und Odean zeigten anhand von über 66.000 US-Depots](https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=219228)
, dass die aktivsten Anleger jährlich mehrere Prozentpunkte hinter dem Markt zurückblieben – nicht wegen schlechter Titelauswahl, sondern wegen der schieren Handelshäufigkeit. Wenige Sätze aus der Verhaltensökonomie sind so gut dokumentiert wie dieser.

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Veröffentlicht am 03.10.2026
