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title: "Frühstart Rente"
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published_at: "2026-09-24T20:18:41+00:00"
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excerpt: "10 Euro im Monat. So viel will der Staat künftig für jedes Kind in ein privates Altersvorsorgedepot einzahlen. Klingt nach wenig – aber die Idee dahinter ist groß."
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# 10 €

will der Staat als "Frühstart-Rente" manchen Kindern zahlen.

10 Euro im Monat. So viel will der Staat künftig für jedes Kind in ein privates Altersvorsorgedepot einzahlen. Klingt nach wenig – aber die Idee dahinter ist groß.

## Was ist die Frühstartrente eigentlich?

Der will Kindern vom sechsten bis zum 18. Geburtstag monatlich zehn Euro in ein kapitalgedecktes [Altersvorsorgedepot](https://depot-tagebuch.de/tag/altersvorsorgedepot/)
 zahlen. Über die vollen zwölf Jahre kommen so maximal *1.440 Euro* Startkapital zusammen. Nicht als Teil der gesetzlichen Rente, sondern ein eigenständiges, privatwirtschaftlich organisiertes Instrument ([BMF](https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Pressemitteilungen/Finanzpolitik/2026/08/2026-08-12-regierungsentwurf-fruehstartrente.html)
).

## Wie weit ist der Gesetzentwurf schon?

Das Bundeskabinett hat den Regierungsentwurf am 12. August 2026 beschlossen. Der Bundestag [berät ihn morgen am 25. September 2026](https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw39-de-fruehstartrente-1211316)
 zum ersten Mal. Beschlossen ist damit noch nichts: Es fehlen sowohl der Bundestagsbeschluss als auch die Zustimmung des Bundesrats.

## Wer profitiert wann?

Starten soll die Förderung rückwirkend zum 1. Januar 2026 mit dem Geburtsjahrgang 2020. Ab 2027 kommt jährlich ein neuer Jahrgang dazu. Eltern können für ihr Kind einen Depotvertrag abschließen und zusätzlich bis zu 6.840 Euro im Jahr selbst einzahlen; ohne eigenen Vertrag landet das Geld in einer kollektiven Anlage, die die Bundesbank verwaltet und breit gestreut in Aktien investiert.

**Das bedeutet aber auch: Ältere Kinder sind von diesem Zuschuss komplett ausgenommen.**

## Wo hakt es an der Idee?

Ifo-Chef Clemens Fuest nennt das Modell [einen „Irrweg“](https://www.ifo.de/standpunkt/2025-09-30/irrweg-fruehstartrente)
: Er kritisiert den bürokratischen Aufwand, Kosten von über einer Milliarde Euro und dass auch Kinder aus vermögenden Familien gefördert werden. Verbraucherschützer sehen zudem ein Ungleichheits-Risiko: Wer sich aktiv kümmert und einen eigenen Vertrag abschließt, dürfte am Ende deutlich mehr herausholen als Kinder in der passiven Sammelanlage.

*Mein Fazit: Die Grundidee finde ich richtig gut – Kinder wachsen mit einem eigenen Depot auf und lernen Kapitalmarkt von klein auf.* Ob am Ende wirklich alle Kinder gleich stark profitieren, wird sich erst zeigen, wenn das Gesetz steht und die Anbieter ihre Produkte vorlegen.  
Da sich aber schon jetzt zeigt, [wie günstig die AVD Produkte werden](https://depot-tagebuch.de/2024/munitionieren-fuer-das-altersvorsorgedepot/)
, könnten viele Kinder gut in die Altersvorsorge starten. – Wenn ihre Eltern denn die Zeichen der Zeit erkennen und sich bewusst mit dem Thema auseinandersetzen.

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Veröffentlicht am 24.09.2026 · zuletzt bearbeitet am 25.09.2026
