Anlagestrategie: ETF Depot
Mein ETF Depot soll eine schwankungsarme und stabile Wertentwicklung zur Sicherung meines Alters abbilden. Dazu investiere ich in unterschiedliche Werte.
Staatliche Rente ist tot. Das Altersvorsorgedepot wird ab 2027 zwar einen weiteren Baustein bilden, aber private Vorsorge wird wichtig bleiben. Ich bilde Vermögen auch und insbesondere mit Aktien und ETFs.
Während ich bei Aktien mal mehr, mal weniger erfolgreiches Stockpicking betreibe, bilde ETF Sparpläne die Basis meiner Vorsorge.
Ausgangssituation und Annahmen
(Stand: März 2025)
- Alter: 37
- erwarteter Renteneintritt: 67
- erwartete Rentenlücke: xxx
- erwarteter monatlicher Finanzbedarf:
- erwartete Rendite p.a. in Ansparphase: 6%
Ansparphase
Unter den oben genannten Annahmen investiere ich in die folgenden ETFs:
- 70% Aktien ETFs, davon:
- 80% FTSE All World
- 10% FTSE Emerging Markets
- 10% Europe Small Caps
- 5% Anleihen
- 20% Dividenden
- 5% Sektorwette Indien
Ziel-Allokation
Bei einer aktuellen Sparrate von ca. 800 € pro Monat bedeutet das folglich:
| FTSE All World | 56% | 448 € |
| FTSE Emerging Markets | 7% | 56 € |
| STOXX Europe Smallcap | 7% | 56 € |
| Corporate Bonds EU | 5% | 40 € |
| Developed Markets Dividend Leaders | 20% | 160 € |
| FTSE India | 5% | 40 € |
Die tatsächliche Verteilung im Depot weicht davon jedoch deutlich ab, da ich vorher bestimmte Wertpapiere bereits besessen habe oder bei Umschichtungen und größeren oder kleineren Sparraten nicht immer konsequent in die Zielallokation gewichtet habe:
Ist-Allokation
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Wenn ich davon ausgehe, dass die Einzahlungen jährlich um 2% erhöhen kann und durchschnittlich 6% Rendite p.a. erwirtschafte, liege ich rechnerisch bei ca. 521.000 € Kapital am Ende der Ansparphase.
Umschichtungsphase
Um Volatilität aus dem Portfolio zu nehmen, will ich etwa 10 Jahre vor dem vermuteten Renteneintritt stärker in andere Anlageklassen wie Anleihen umschichten. Ab diesem Zeitraum rechne ich dann nur noch mit 4% Rendite p.a. – Ein großer Teil steckt noch in Aktien, der langsam in Anleihen mit geringerer Rendite umgeschichtet wird.
Über konkrete Details mache ich mir in 19 Jahren Gedanken.
Rein rechnerisch komme ich dann zum Rentenbeginn auf ein Endkapital von rund 940.000 €. Ab diesem Zeitpunkt soll entspart werden.
Rentenphase
Wenn ich davon ausgehe etwa 90 Jahre alt zu werden, kann ich die 940.000 € 23 Jahre lang verzehren. Da das nicht ausgezahlte Kapital weiterhin verzinst wird (mit den weiterhin angenommenen 4%), könnte ich unter Berücksichtigung der aktuell geltenden 25% Kapitalertragsteuer zzgl. SolZ monatlich etwa 4.700 € entnehmen.
Fazit
Niemand weiß, was die Zukunft bringt. Sich dennoch heute Gedanken über die eigene Rente zu machen, ist aber wichtig.
Für mich heißt das:
- meine gesetzliche Rente wird nicht reichen, um meinen Lebensstandard zu halten,
- eine private Vorsorge mit ETF-Sparplänen kann meine Rentenlücke schließen.
Und das Altersvorsorgedepot?
Nun ist seit einigen Wochen ja klar, dass das Altersvorsorgedepot kommen wird und zahlreiche Broker haben eigene AVD-Produkte angekündigt.
Noch sind aber viele Details unklar.
Ich kann mir aber dennoch vorstellen, parallel ein Altersvorsorgedepot zu eröffnen und die staatliche Förderung mitzunehmen. Ob ich hier zusätzliches Geld investiere oder meinen klassischen ETF-Sparplan anpasse, werde ich dann sehen.