Smart Contract
Kurz erklärt
Ein Smart Contract ist ein auf einer Blockchain gespeichertes Programm, das sich automatisch ausführt, sobald die in ihm festgelegten Bedingungen erfüllt sind.
Der Begriff ist etwas irreführend – es handelt sich weder um einen Vertrag im juristischen Sinn noch um etwas Intelligentes, sondern um Programmcode nach dem Muster "wenn X eintritt, dann tue Y". Das Besondere ist, wo er läuft: dezentral auf allen Knoten des Netzwerks, ohne dass eine Instanz die Ausführung kontrolliert oder verhindern kann.
Anwendungsfälle
Automatisierte Tauschgeschäfte ohne Treuhänder, dezentrale Kreditvergabe, Ausgabe und Verwaltung von Token, digitale Eigentumsnachweise und Auszahlungen, die an überprüfbare Ereignisse geknüpft sind. Die bekannteste Plattform dafür ist Ethereum.
Die Risiken
Einmal veröffentlicht, lässt sich ein Smart Contract in der Regel nicht mehr ändern. Enthält der Code einen Fehler, ist er dauerhaft vorhanden – und weil oft erhebliche Werte darin liegen, sind Smart Contracts ein bevorzugtes Angriffsziel. Verluste durch fehlerhafte oder ausgenutzte Verträge gehen in die Milliarden.
Hinzu kommt das Orakel-Problem: Sobald ein Vertrag Daten aus der realen Welt benötigt, braucht er eine externe Quelle – und deren Verlässlichkeit ist nicht durch die Blockchain gesichert.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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