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Lexikon

Alle Begriffe

A

  • Abgeltungssteuer 1

    Die Abgeltungssteuer ist eine pauschale Steuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer, die in Deutschland auf private Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne erhoben wird.

  • Abschreibung

    Eine Abschreibung ist die buchhalterische Verteilung der Anschaffungskosten eines Vermögensgegenstands über die Jahre seiner Nutzung.

  • Ad-hoc-Meldung

    Eine Ad-hoc-Meldung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Sofortmitteilung, mit der ein börsennotiertes Unternehmen kursrelevante Insiderinformationen unverzüglich und für alle Marktteilnehmer gleichzeitig veröffentlicht.

  • ADR (American Depositary Receipt)

    Ein American Depositary Receipt (ADR) ist ein von einer US-Bank ausgegebenes Hinterlegungszertifikat, das Aktien eines nicht-amerikanischen Unternehmens verbrieft und in US-Dollar an US-Börsen gehandelt wird.

  • Aktie

    Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft verbrieft und den Inhaber damit zum Miteigentümer des Unternehmens macht.

  • Aktienanalyse

    Die Aktienanalyse ist die systematische Bewertung einer Aktie, um ihren Wert und ihr Kurspotenzial einzuschätzen und daraus eine Kauf-, Halte- oder Verkaufsentscheidung abzuleiten.

  • Aktienfonds 1

    Ein Aktienfonds ist ein Investmentfonds, der das Geld vieler Anleger bündelt und überwiegend in Aktien investiert, wodurch bereits kleine Beträge breit gestreut angelegt werden.

  • Aktiengesellschaft

    Eine Aktiengesellschaft (AG) ist eine Kapitalgesellschaft, deren Grundkapital in Aktien zerlegt ist und die als juristische Person nur mit ihrem Gesellschaftsvermögen haftet.

  • Aktienkurs

    Der Aktienkurs ist der Preis, zu dem eine Aktie an der Börse gehandelt wird, und ergibt sich fortlaufend aus Angebot und Nachfrage.

  • Aktienoption

    Eine Aktienoption ist ein Termingeschäft, das ihrem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht einräumt, eine Aktie bis zu einem festgelegten Termin zu einem vorab vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

  • Aktienrückkauf

    Ein Aktienrückkauf ist der Erwerb eigener Aktien durch das Unternehmen über die Börse oder ein öffentliches Angebot.

  • Aktiensplit 1

    Bei einem Aktiensplit teilt ein Unternehmen jede bestehende Aktie in mehrere neue Aktien auf, wodurch der Kurs im gleichen Verhältnis sinkt, der Wert des Gesamtbestands aber unverändert bleibt.

  • Analysten-Rating

    Ein Analysten-Rating ist die veröffentlichte Einschätzung eines Finanzanalysten, ob eine Aktie gekauft, gehalten oder verkauft werden sollte, meist ergänzt um ein konkretes Kursziel.

  • Anlage KAP

    Die Anlage KAP ist der Teil der deutschen Einkommensteuererklärung, in dem Einkünfte aus Kapitalvermögen erklärt werden.

  • Anlagehorizont

    Der Anlagehorizont ist der Zeitraum, über den Kapital voraussichtlich investiert bleiben kann, bevor es benötigt wird.

  • Anleihe 1

    Eine Anleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier, mit dem ein Emittent Fremdkapital aufnimmt und sich im Gegenzug zu regelmäßigen Zinszahlungen sowie zur Rückzahlung des Nennwerts bei Fälligkeit verpflichtet.

  • Antizyklisch

    Antizyklisch investieren bedeutet, bewusst gegen die vorherrschende Marktstimmung zu handeln – also zu kaufen, wenn die Mehrheit verkauft, und zu verkaufen, wenn die Mehrheit kauft.

  • Antizyklischer Wert

    Ein antizyklischer Wert ist die Aktie eines Unternehmens, dessen Geschäft kaum von der Konjunktur abhängt und das deshalb auch in wirtschaftlich schwachen Phasen vergleichsweise stabil bleibt.

  • Aufgeld

    Das Aufgeld, auch Agio genannt, ist der Aufschlag, um den der Preis eines Wertpapiers über seinem Nennwert oder seinem inneren Wert liegt.

  • Aufsichtsrat

    Der Aufsichtsrat ist das Kontrollorgan einer Aktiengesellschaft, das den Vorstand bestellt, überwacht und abberuft.

  • Ausgabeaufschlag

    Der Ausgabeaufschlag ist eine einmalige Vertriebsgebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen zusätzlich zum reinen Anteilswert anfällt.

  • Ausgabepreis

    Der Ausgabepreis ist der Preis, zu dem ein Wertpapier erstmals ausgegeben wird – bei Fonds der Anteilswert zuzüglich Ausgabeaufschlag, bei Aktien und Anleihen der bei der Emission festgelegte Preis.

  • Ausschüttung

    Eine Ausschüttung ist die Auszahlung erwirtschafteter Erträge an Anleger – bei Aktiengesellschaften in Form der Dividende, bei Fonds und ETFs als Ertragsausschüttung.

  • Auszahlungsplan (Entnahmeplan)

    Ein Auszahlungsplan ist eine Vereinbarung, bei der aus einem angesparten Depot oder Guthaben regelmäßig feste oder variable Beträge entnommen werden – das Gegenstück zum Sparplan.

B

  • BaFin

    Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) ist die deutsche Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherungen und den Wertpapierhandel.

  • Baisse

    Die Baisse ist die französischsprachige Bezeichnung für eine längere Phase deutlich fallender Kurse an der Börse und damit gleichbedeutend mit dem Bärenmarkt.

  • Barausgleich

    Der Barausgleich ist die Abwicklung eines Termingeschäfts durch Zahlung der Wertdifferenz in Geld, statt den Basiswert tatsächlich zu liefern.

  • Bärenmarkt

    Ein Bärenmarkt ist eine längere Phase fallender Kurse, für die üblicherweise ein Rückgang von mindestens 20 Prozent gegenüber dem vorherigen Höchststand als Schwelle gilt.

  • Basispreis

    Der Basispreis, auch Strike genannt, ist der bei Abschluss festgelegte Preis, zu dem der Inhaber einer Option oder eines Optionsscheins den Basiswert kaufen oder verkaufen darf.

  • Basiswert

    Der Basiswert, englisch Underlying, ist der Vermögenswert oder Kennwert, von dessen Kursentwicklung sich der Wert eines Derivats ableitet.

  • Bestens

    "Bestens" ist der Zusatz für eine unlimitierte Verkaufsorder, die ohne Preisuntergrenze zum nächsten erreichbaren Kurs ausgeführt wird.

  • Beta

    Das Beta ist eine Kennzahl, die angibt, wie stark sich der Kurs eines Wertpapiers im Vergleich zu seinem Gesamtmarkt bewegt.

  • Bezugsrecht

    Das Bezugsrecht ist das Recht bestehender Aktionäre, bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien im Verhältnis ihrer bisherigen Beteiligung zu zeichnen.

  • Bezugsverhältnis

    Das Bezugsverhältnis gibt an, wie viele alte Aktien ein Aktionär halten muss, um bei einer Kapitalerhöhung eine neue Aktie beziehen zu dürfen.

  • Bilanzsumme

    Die Bilanzsumme ist der Gesamtwert einer Unternehmensbilanz und entspricht der Summe aller Vermögenswerte auf der Aktivseite sowie zwangsläufig auch der Summe von Eigen- und Fremdkapital auf der Passivseite.

  • Billigst

    "Billigst" ist der Zusatz für eine unlimitierte Kauforder, die ohne Preisobergrenze zum nächsten erreichbaren Kurs ausgeführt wird.

  • Bitcoin

    Bitcoin ist die erste und bekannteste Kryptowährung – ein digitales, auf einer Blockchain geführtes Zahlungssystem, das ohne Banken oder eine zentrale Instanz auskommt.

  • Blockchain

    Eine Blockchain ist eine dezentral geführte Datenbank, in der Transaktionen in kryptografisch verketteten Blöcken gespeichert und dadurch nachträglich praktisch nicht mehr veränderbar sind.

  • Blue Chip

    Ein Blue Chip ist die Aktie eines großen, etablierten Unternehmens mit hoher Marktkapitalisierung, solider Finanzlage und langer Erfolgsgeschichte.

  • Bollinger-Bänder

    Bollinger-Bänder sind ein technischer Indikator aus einem gleitenden Durchschnitt und zwei ihn umgebenden Linien im Abstand von zwei Standardabweichungen.

  • Bonität

    Die Bonität ist die Fähigkeit und Bereitschaft eines Schuldners, aufgenommene Verbindlichkeiten vollständig und fristgerecht zurückzuzahlen.

  • Bookbuilding

    Bookbuilding ist das Verfahren, mit dem bei einer Neuemission der Ausgabepreis anhand der eingehenden Zeichnungsangebote innerhalb einer vorher festgelegten Preisspanne ermittelt wird.

  • Börse

    Eine Börse ist ein organisierter und regulierter Markt, an dem Wertpapiere, Rohstoffe, Devisen oder Derivate nach festen Regeln gehandelt und Preise durch Angebot und Nachfrage festgestellt werden.

  • Börsenindex

    Ein Börsenindex ist eine Kennzahl, die die Wertentwicklung eines definierten Korbs von Wertpapieren bündelt und damit einen Markt, ein Segment oder eine Branche messbar macht.

  • Brief/Briefkurs

    Der Briefkurs, englisch Ask, ist der Preis, zu dem ein Verkäufer bereit ist, ein Wertpapier abzugeben – und damit der Preis, den ein Käufer bezahlen muss.

  • Broker

    Ein Broker ist ein Finanzdienstleister, der Wertpapieraufträge seiner Kunden entgegennimmt und an Handelsplätze weiterleitet oder ausführt.

  • Buchwert

    Der Buchwert ist der bilanzielle Wert eines Vermögensgegenstands oder eines gesamten Unternehmens und ergibt sich aus den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen beziehungsweise aus dem Vermögen abzüglich der Schulden.

  • Bullischer Markt/Bullenmarkt

    Ein Bullenmarkt ist eine längere Phase steigender Kurse, für die üblicherweise ein Anstieg von mindestens 20 Prozent gegenüber dem vorherigen Tiefpunkt als Schwelle gilt.

C

  • Call

    Ein Call ist eine Kaufoption, die ihrem Inhaber das Recht einräumt, einen Basiswert bis zu einem festgelegten Termin zum vereinbarten Basispreis zu erwerben.

  • Cap

    Ein Cap ist eine vertraglich festgelegte Obergrenze – entweder für den Zinssatz eines variabel verzinsten Kredits oder für den maximal erzielbaren Gewinn eines Anlageprodukts.

  • Chartanalyse

    Die Chartanalyse ist der Teilbereich der technischen Analyse, der aus dem grafischen Kursverlauf eines Wertpapiers wiederkehrende Formationen ableitet, um Ein- und Ausstiegszeitpunkte zu bestimmen.

  • Cost-Average-Effekt

    Der Cost-Average-Effekt beschreibt, dass beim Investieren eines gleichbleibenden Betrags in festen Abständen bei niedrigen Kursen automatisch mehr und bei hohen Kursen weniger Anteile gekauft werden.

D

  • DAX

    Der DAX ist der wichtigste deutsche Aktienindex und bildet als Performance-Index die Wertentwicklung der 40 größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands ab.

  • Death Cross

    Ein Death Cross ist ein charttechnisches Signal, bei dem ein kurzfristiger gleitender Durchschnitt einen langfristigen von oben nach unten durchkreuzt und damit als Hinweis auf einen beginnenden Abwärtstrend gilt.

  • Deflation

    Deflation bezeichnet einen anhaltenden Rückgang des allgemeinen Preisniveaus, durch den die Kaufkraft des Geldes steigt.

  • Depot

    Ein Depot ist ein Konto zur Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren, über das Käufe und Verkäufe von Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs abgewickelt werden.

  • Derivate

    Derivate sind Finanzinstrumente, deren Wert sich von der Kursentwicklung eines Basiswerts wie einer Aktie, eines Index oder eines Rohstoffs ableitet.

  • Discounted-Cashflow-Modell (DCF)

    Das Discounted-Cashflow-Modell ist ein Bewertungsverfahren, das den Wert eines Unternehmens aus seinen erwarteten künftigen Zahlungsströmen ermittelt, indem diese auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst werden.

  • Diversifikation

    Diversifikation ist die Verteilung des angelegten Kapitals auf verschiedene Wertpapiere, Branchen, Regionen und Anlageklassen, um das Risiko einzelner Fehlentwicklungen zu begrenzen.

  • Dividende

    Eine Dividende ist der Teil des Unternehmensgewinns, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausschüttet.

  • Dividenden-Aristokraten

    Als Dividenden-Aristokraten gelten Unternehmen, die ihre Dividende über mindestens 25 aufeinanderfolgende Jahre erhöht haben.

  • Dividendenrendite

    Die Dividendenrendite ist das Verhältnis der jährlichen Dividende je Aktie zum aktuellen Aktienkurs, angegeben in Prozent.

  • Dow Jones

    Der Dow Jones Industrial Average ist der älteste noch berechnete US-Aktienindex und umfasst 30 große amerikanische Unternehmen.

  • Duration

    Die Duration ist eine Kennzahl für Anleihen, die angibt, wie stark ihr Kurs auf eine Änderung des Marktzinses reagiert.

E

  • EBIT

    Das EBIT (Earnings Before Interest and Taxes) ist der operative Gewinn eines Unternehmens vor Abzug von Zinsen und Steuern.

  • EBITDA

    Das EBITDA ist der Gewinn eines Unternehmens vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

  • Eigenkapital

    Eigenkapital ist der Teil des Unternehmensvermögens, der nach Abzug aller Schulden übrig bleibt und damit den Eigentümern beziehungsweise Aktionären zusteht.

  • Eigenkapitalquote 1

    Die Eigenkapitalquote gibt an, welcher Anteil des Gesamtkapitals eines Unternehmens aus Eigenkapital besteht, und wird in Prozent ausgedrückt.

  • Eigenkapitalrendite

    Die Eigenkapitalrendite, englisch Return on Equity, misst als Verhältnis von Jahresüberschuss zu Eigenkapital, wie effizient ein Unternehmen das Kapital seiner Eigentümer einsetzt.

  • Einlagensicherung

    Die Einlagensicherung ist ein gesetzlich vorgeschriebenes System, das Bankguthaben im Insolvenzfall eines Kreditinstituts bis zu einer festgelegten Höhe absichert.

  • Einstandswert

    Der Einstandswert ist der Betrag, den ein Anleger für ein Wertpapier tatsächlich aufgewendet hat, einschließlich aller Anschaffungsnebenkosten wie Ordergebühren.

  • Emerging Markets

    Emerging Markets sind Schwellenländer, deren Kapitalmärkte bereits investierbar sind, aber noch nicht die Größe, Liquidität und regulatorische Reife von Industrieländern erreichen.

  • Emittent

    Ein Emittent ist die Institution, die ein Wertpapier ausgibt und damit die daraus folgenden Verpflichtungen gegenüber den Anlegern übernimmt.

  • ESG 1

    ESG steht für Environmental, Social und Governance und bezeichnet die drei Kriteriengruppen, nach denen Unternehmen hinsichtlich Umwelt, sozialer Verantwortung und Unternehmensführung bewertet werden.

  • ETF

    Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Investmentfonds, der in der Regel einen Index nachbildet und damit passiv die Wertentwicklung eines ganzen Marktes abbildet.

  • Ethereum

    Ethereum ist eine dezentrale Blockchain-Plattform, auf der sich Programme in Form von Smart Contracts ausführen lassen; ihre native Kryptowährung heißt Ether.

  • Euribor

    Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist der Referenzzinssatz, zu dem sich Banken im Euroraum untereinander unbesichert Geld leihen.

  • Euro Stoxx 50

    Der Euro Stoxx 50 ist ein Aktienindex, der 50 große börsennotierte Unternehmen aus Ländern der Eurozone umfasst.

  • Ex Dividende

    "Ex Dividende" bezeichnet den ersten Handelstag, an dem eine Aktie ohne Anspruch auf die beschlossene Dividende gehandelt wird.

  • EZB

    Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank der Länder des Euroraums und verantwortet dort die Geldpolitik.

F

  • FIFO-Prinzip

    Das FIFO-Prinzip (First In, First Out) legt fest, dass bei einem Teilverkauf gleichartiger Wertpapiere die zuerst gekauften Stücke als zuerst veräußert gelten.

  • Fonds

    Ein Fonds ist ein Anlagevehikel, das Kapital vieler Anleger bündelt, nach einer festgelegten Strategie in Wertpapiere oder andere Vermögenswerte investiert und den Anlegern Anteile daran ausgibt.

  • Free Cashflow

    Der Free Cashflow ist der Zahlungsüberschuss, der einem Unternehmen nach Abzug der für den Geschäftsbetrieb notwendigen Investitionen frei zur Verfügung steht.

  • Freistellungsauftrag

    Ein Freistellungsauftrag ist die Anweisung an eine Bank, Kapitalerträge bis zur Höhe des Sparer-Pauschbetrags ohne Steuerabzug auszuzahlen.

  • Fundamentalanalyse

    Die Fundamentalanalyse bewertet ein Wertpapier anhand der wirtschaftlichen Lage des dahinterstehenden Unternehmens und seines Umfelds, um dessen inneren Wert zu bestimmen und mit dem Börsenkurs zu vergleichen.

  • Future

    Ein Future ist ein börsengehandeltes Termingeschäft, bei dem sich beide Seiten verpflichten, einen Basiswert zu einem festgelegten Zeitpunkt zu einem heute vereinbarten Preis zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen.

G

  • Geld/Geldkurs

    Der Geldkurs, englisch Bid, ist der Preis, den ein Käufer für ein Wertpapier zu zahlen bereit ist – und damit der Preis, den ein Verkäufer erhält.

  • Geldmarktfonds

    Ein Geldmarktfonds ist ein Investmentfonds, der in sehr kurzfristige, hochliquide Anlagen wie Termingelder und Geldmarktpapiere mit erstklassiger Bonität investiert.

  • Geldpolitik

    Geldpolitik umfasst alle Maßnahmen einer Zentralbank zur Steuerung von Zinsniveau und Geldmenge mit dem vorrangigen Ziel, die Preisstabilität zu sichern.

  • Gesamtkapitalrendite

    Die Gesamtkapitalrendite misst, welchen Ertrag ein Unternehmen auf sein gesamtes eingesetztes Kapital erwirtschaftet – unabhängig davon, ob es sich um Eigen- oder Fremdkapital handelt.

  • Gewinn je Aktie 1

    Der Gewinn je Aktie, englisch Earnings per Share, gibt an, welcher Anteil des Jahresüberschusses rechnerisch auf eine einzelne Aktie entfällt.

  • Glattstellung

    Die Glattstellung ist das Schließen einer offenen Position durch ein exakt gegenläufiges Geschäft, wodurch keine Verpflichtung aus dem ursprünglichen Geschäft mehr besteht.

  • Gleitender Durchschnitt 1

    Ein gleitender Durchschnitt ist ein technischer Indikator, der den durchschnittlichen Kurs eines Wertpapiers über eine festgelegte Anzahl vergangener Perioden berechnet und dadurch kurzfristige Schwankungen glättet.

  • Golden Cross

    Ein Golden Cross ist ein charttechnisches Signal, bei dem ein kurzfristiger gleitender Durchschnitt einen langfristigen von unten nach oben durchkreuzt und damit als Hinweis auf einen beginnenden Aufwärtstrend gilt.

  • Growth-Aktien

    Growth-Aktien sind Anteile an Unternehmen mit überdurchschnittlich hohem erwartetem Umsatz- und Gewinnwachstum, die deshalb vergleichsweise hoch bewertet werden.

H

  • Halving

    Das Halving ist die im Bitcoin-Protokoll festgelegte Halbierung der Belohnung für das Erzeugen eines neuen Blocks, die etwa alle vier Jahre eintritt.

  • Hauptversammlung

    Die Hauptversammlung ist die jährliche Versammlung der Aktionäre einer Aktiengesellschaft, in der sie ihre Rechte ausüben und über die ihnen zugewiesenen Beschlussgegenstände abstimmen.

  • Hausse

    Die Hausse ist die französischsprachige Bezeichnung für eine längere Phase steigender Kurse an der Börse und damit gleichbedeutend mit dem Bullenmarkt.

  • Hebel

    Der Hebel, englisch Leverage, bezeichnet den Einsatz von Fremdkapital oder Derivaten, um mit geringem Eigenkapital eine überproportional große Marktposition zu bewegen.

  • Hebel-Zertifikat

    Ein Hebel-Zertifikat ist ein von einer Bank ausgegebenes Wertpapier, mit dem Anleger überproportional an den Kursbewegungen eines Basiswerts teilnehmen – in beide Richtungen.

I

  • Immobilienfonds

    Ein Immobilienfonds ist ein Investmentfonds, der das Kapital der Anleger in Grundstücke und Gebäude investiert und Erträge aus Mieten sowie Wertsteigerungen erwirtschaftet.

  • Inflation

    Inflation ist der anhaltende Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, durch den die Kaufkraft des Geldes sinkt.

  • Inflationsschutz

    Inflationsschutz bezeichnet Anlageformen und Strategien, die darauf zielen, die reale Kaufkraft des angelegten Vermögens bei steigenden Preisen zu erhalten.

  • Innerer Wert

    Der innere Wert bezeichnet bei Aktien den aus Fundamentaldaten abgeleiteten tatsächlichen Wert eines Unternehmens und bei Optionen den Betrag, um den ein Derivat aktuell im Geld liegt.

  • Insiderhandel

    Insiderhandel ist der verbotene Kauf oder Verkauf von Wertpapieren unter Ausnutzung von Insiderinformationen, also präzisen, nicht öffentlich bekannten und kursrelevanten Informationen.

  • Intraday

    Intraday bezeichnet alles, was innerhalb eines einzelnen Handelstages geschieht – von der Kursbewegung während der Handelszeit bis zu Positionen, die noch am selben Tag wieder geschlossen werden.

  • IPO

    Ein IPO (Initial Public Offering) ist der erstmalige Gang eines Unternehmens an die Börse, bei dem seine Aktien öffentlich angeboten und anschließend frei handelbar werden.

J

  • Jahresüberschuss

    Der Jahresüberschuss ist der Gewinn eines Unternehmens nach Abzug sämtlicher Aufwendungen einschließlich Zinsen und Steuern.

K

  • Kapitalerhöhung 1

    Eine Kapitalerhöhung ist die Beschaffung von zusätzlichem Eigenkapital durch die Ausgabe neuer Aktien.

  • Kapitalflussrechnung

    Die Kapitalflussrechnung ist der Teil des Jahresabschlusses, der zeigt, wie sich die liquiden Mittel eines Unternehmens im Berichtszeitraum verändert haben.

  • Konjunktur

    Die Konjunktur bezeichnet die zyklischen Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität um den langfristigen Wachstumstrend.

  • Kontrahenten-Risiko

    Das Kontrahenten-Risiko, auch Gegenpartei- oder Ausfallrisiko genannt, ist die Gefahr, dass der Vertragspartner eines Finanzgeschäfts seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

  • Korrektur

    Eine Korrektur ist ein zeitlich begrenzter Kursrückgang von üblicherweise etwa 10 Prozent gegenüber dem vorherigen Höchststand innerhalb eines übergeordnet intakten Aufwärtstrends.

  • Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

    Das Kurs-Buchwert-Verhältnis setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital je Aktie und zeigt damit, mit welchem Vielfachen des Buchwerts ein Unternehmen an der Börse bewertet wird.

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

    Das Kurs-Gewinn-Verhältnis setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum Gewinn je Aktie und zeigt damit, wie viele Jahresgewinne im aktuellen Kurs eingepreist sind.

  • Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)

    Das Kurs-Umsatz-Verhältnis setzt die Marktkapitalisierung eines Unternehmens ins Verhältnis zu seinem Jahresumsatz.

  • Kursabschlag

    Ein Kursabschlag ist die rechnerische Verringerung des Börsenkurses, die eintritt, weil dem Wertpapier durch eine Ausschüttung oder Kapitalmaßnahme ein Wert entzogen wurde.

  • Kursgewinn

    Ein Kursgewinn ist die positive Differenz zwischen dem Verkaufskurs und dem Einstandswert eines Wertpapiers.

L

  • Leerverkauf

    Ein Leerverkauf ist der Verkauf geliehener Wertpapiere in der Erwartung, sie später günstiger zurückkaufen und zurückgeben zu können.

  • Leitzins

    Der Leitzins ist der von einer Zentralbank festgelegte Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei ihr Geld beschaffen oder Guthaben anlegen können.

  • Limit Order

    Eine Limit Order ist ein Wertpapierauftrag mit festgelegter Preisgrenze, der nur zu diesem Kurs oder zu einem für den Auftraggeber besseren ausgeführt wird.

  • Liquidität

    Liquidität bezeichnet die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können, und an den Finanzmärkten die Möglichkeit, ein Wertpapier schnell und ohne nennenswerten Preisabschlag handeln zu können.

  • Long Position

    Eine Long Position ist eine Position, die von steigenden Kursen des zugrunde liegenden Werts profitiert – im einfachsten Fall der schlichte Kauf eines Wertpapiers.

M

  • MACD

    Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) ist ein technischer Indikator, der die Differenz zweier exponentieller gleitender Durchschnitte darstellt und daraus Trend- und Momentumsignale ableitet.

  • Margin

    Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die ein Anleger beim Handel mit gehebelten Produkten hinterlegen muss, um mögliche Verluste abzudecken.

  • Market Maker

    Ein Market Maker ist ein Marktteilnehmer, der verbindlich Kauf- und Verkaufskurse für ein Wertpapier stellt und damit dessen jederzeitige Handelbarkeit sicherstellt.

  • Marktkapitalisierung

    Die Marktkapitalisierung ist der an der Börse bewertete Gesamtwert eines Unternehmens und ergibt sich aus dem Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien.

  • Momentum

    Momentum bezeichnet die Stärke und Geschwindigkeit einer Kursbewegung sowie die daraus abgeleitete Beobachtung, dass sich Kurstrends über mittlere Zeiträume tendenziell fortsetzen.

  • MSCI

    MSCI ist ein US-amerikanischer Finanzdienstleister, der weltweit verbreitete Aktienindizes berechnet, darunter den MSCI World als Standardmaßstab für Industrieländeraktien.

N

  • Nasdaq

    Die Nasdaq ist eine US-amerikanische Wertpapierbörse mit Schwerpunkt auf Technologiewerten und zugleich der Name der von ihr berechneten Indizes.

  • Nennwert

    Der Nennwert ist der auf einem Wertpapier ausgewiesene rechnerische Betrag – bei Aktien der Anteil am Grundkapital, bei Anleihen der Betrag, der bei Fälligkeit zurückgezahlt wird.

  • Neobroker

    Ein Neobroker ist ein rein digitaler, app-basierter Wertpapierbroker, der den Handel mit stark vereinfachter Bedienung und sehr niedrigen Gebühren anbietet.

  • Nettoinventarwert

    Der Nettoinventarwert ist der Wert des gesamten Fondsvermögens abzüglich Verbindlichkeiten, geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile.

  • Nichtveranlagungsbescheinigung

    Eine Nichtveranlagungsbescheinigung ist eine Bestätigung des Finanzamts, dass für eine Person voraussichtlich keine Einkommensteuer anfällt, sodass Banken Kapitalerträge ohne Steuerabzug auszahlen.

O

  • Optionsschein

    Ein Optionsschein ist ein von einer Bank ausgegebenes verbrieftes Recht, einen Basiswert bis zu einem festgelegten Termin zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

  • Order

    Eine Order ist der Auftrag eines Anlegers an seinen Broker, ein Wertpapier zu bestimmten Bedingungen zu kaufen oder zu verkaufen.

  • Orderbuch

    Das Orderbuch ist die fortlaufend aktualisierte Übersicht aller offenen Kauf- und Verkaufsaufträge für ein Wertpapier an einem Handelsplatz.

  • Outperformer

    Ein Outperformer ist ein Wertpapier oder Portfolio, das sich in einem bestimmten Zeitraum besser entwickelt hat als sein Vergleichsindex.

P

  • Pennystock

    Ein Pennystock ist die Aktie eines Unternehmens, die zu einem sehr niedrigen Kurs gehandelt wird – im europäischen Sprachgebrauch meist unter einem Euro.

  • Performance

    Die Performance ist die Wertentwicklung eines Wertpapiers oder Portfolios über einen bestimmten Zeitraum, üblicherweise in Prozent angegeben.

  • Portfolio

    Ein Portfolio ist die Gesamtheit aller Vermögensanlagen eines Anlegers – von Aktien und Anleihen über Fonds bis zu Immobilien und Bankguthaben.

  • Profitabilität

    Profitabilität bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, aus seiner Geschäftstätigkeit dauerhaft Gewinn zu erwirtschaften.

  • Put

    Ein Put ist eine Verkaufsoption, die ihrem Inhaber das Recht einräumt, einen Basiswert bis zu einem festgelegten Termin zum vereinbarten Basispreis zu verkaufen.

Q

  • Quellensteuer

    Die Quellensteuer ist eine Steuer, die ein Staat direkt bei der Auszahlung von Kapitalerträgen einbehält – bei Anlegern vor allem auf Dividenden ausländischer Aktien.

R

  • Rating

    Ein Rating ist die von einer Ratingagentur vergebene Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Schuldners und damit eine Einschätzung des Ausfallrisikos.

  • Realtime-Kurse

    Realtime-Kurse sind Börsenkurse, die ohne zeitliche Verzögerung übertragen werden und damit den aktuellen Stand des Orderbuchs wiedergeben.

  • Rebalancing

    Rebalancing ist die Rückführung eines Portfolios auf seine ursprünglich festgelegte Aufteilung, nachdem sich die Gewichte durch unterschiedliche Wertentwicklung verschoben haben.

  • Relative Strength Index

    Der Relative Strength Index (RSI) ist ein technischer Indikator, der das Verhältnis von Kursgewinnen zu Kursverlusten über einen festgelegten Zeitraum auf einer Skala von 0 bis 100 abbildet.

  • Rendite

    Die Rendite ist der Ertrag einer Anlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, ausgedrückt in Prozent und meist bezogen auf ein Jahr.

  • Rentenfonds

    Ein Rentenfonds ist ein Investmentfonds, der überwiegend in verzinsliche Wertpapiere wie Staats- und Unternehmensanleihen investiert.

  • Replikation

    Die Replikation bezeichnet die Methode, mit der ein ETF die Wertentwicklung seines zugrunde liegenden Index nachbildet.

  • Restlaufzeit

    Die Restlaufzeit ist der Zeitraum, der von heute an bis zur Fälligkeit oder zum Verfall eines Finanzinstruments verbleibt.

  • Reverse Split

    Ein Reverse Split ist die Zusammenlegung mehrerer Aktien zu einer einzigen, wodurch sich der Kurs entsprechend erhöht und die Zahl der Aktien verringert.

  • Rezession

    Eine Rezession ist eine Phase deutlich rückläufiger Wirtschaftsleistung, die technisch häufig über zwei aufeinanderfolgende Quartale mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt definiert wird.

S

  • S&P 500

    Der S&P 500 ist ein US-amerikanischer Aktienindex, der 500 große börsennotierte Unternehmen umfasst und als wichtigster Gradmesser des US-Aktienmarktes gilt.

  • Schlusskurs

    Der Schlusskurs ist der letzte an einem Handelstag festgestellte Preis eines Wertpapiers.

  • Sharpe-Ratio

    Die Sharpe-Ratio ist eine Kennzahl, die die Rendite einer Anlage oberhalb des risikofreien Zinses ins Verhältnis zu ihrer Schwankungsbreite setzt und damit die risikobereinigte Rendite misst.

  • Short Position

    Eine Short Position ist eine Marktposition, die von fallenden Kursen des zugrunde liegenden Wertes profitiert.

  • Small-Cap

    Ein Small-Cap ist die Aktie eines Unternehmens mit vergleichsweise geringer Marktkapitalisierung, das damit am unteren Ende der Größenskala des Aktienmarkts steht.

  • Smart Contract

    Ein Smart Contract ist ein auf einer Blockchain gespeichertes Programm, das sich automatisch ausführt, sobald die in ihm festgelegten Bedingungen erfüllt sind.

  • Solidaritätszuschlag

    Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungsabgabe von 5,5 Prozent, die auf die festgesetzte Steuerschuld erhoben wird – bei Kapitalerträgen weiterhin uneingeschränkt auf die Abgeltungssteuer.

  • Sondervermögen

    Ein Sondervermögen ist das rechtlich vom Vermögen der Fondsgesellschaft getrennte Vermögen eines Investmentfonds, das bei deren Insolvenz nicht in die Insolvenzmasse fällt.

  • Sparer-Pauschbetrag

    Der Sparer-Pauschbetrag ist der jährliche Freibetrag, bis zu dem Kapitalerträge in Deutschland steuerfrei bleiben – 1.000 Euro pro Person und 2.000 Euro bei gemeinsam veranlagten Paaren.

  • Sparplan

    Ein Sparplan ist ein Dauerauftrag für Wertpapiere, bei dem in festen Abständen automatisch ein gleichbleibender Betrag in einen ETF, Fonds oder eine Aktie investiert wird.

  • Spread

    Der Spread ist die Differenz zwischen Geldkurs und Briefkurs eines Wertpapiers, also zwischen dem Preis, zu dem gekauft, und dem, zu dem verkauft werden kann.

  • Stammaktie

    Eine Stammaktie ist die gewöhnliche Aktiengattung, die ihrem Inhaber neben dem Gewinnanspruch das volle Stimmrecht auf der Hauptversammlung gewährt.

  • Stop Loss

    Eine Stop-Loss-Order ist ein Verkaufsauftrag, der automatisch aktiviert wird, sobald der Kurs eine vorab festgelegte Marke erreicht oder unterschreitet.

  • Streubesitz

    Der Streubesitz ist der Anteil der Aktien eines Unternehmens, der frei an der Börse handelbar ist und sich nicht in festem Besitz einzelner Großaktionäre befindet.

  • Swap

    Ein Swap ist ein Finanzderivat, bei dem zwei Parteien vereinbaren, künftige Zahlungsströme nach festgelegten Regeln miteinander zu tauschen.

T

  • Technische Analyse

    Die technische Analyse ist eine Methode der Wertpapieranalyse, die ausschließlich Kurs- und Umsatzdaten der Vergangenheit auswertet, um günstige Ein- und Ausstiegszeitpunkte zu bestimmen.

  • Teilfreistellung

    Die Teilfreistellung ist eine gesetzliche Steuerbefreiung für einen Teil der Erträge aus Investmentfonds, die den Anlegern einen Ausgleich für die Steuerbelastung auf Fondsebene gewährt.

  • Tenbagger

    Ein Tenbagger ist eine Aktie, deren Kurs sich seit dem Einstieg verzehnfacht hat.

  • Thesaurierend

    Thesaurierend bedeutet, dass ein Fonds oder ETF seine Erträge nicht ausschüttet, sondern automatisch wieder im Fondsvermögen anlegt.

  • Total Expense Ratio (TER)

    Die Total Expense Ratio ist die Gesamtkostenquote eines Fonds und gibt an, welcher Anteil des Fondsvermögens jährlich für laufende Kosten aufgewendet wird.

  • Tracking-Differenz

    Die Tracking-Differenz ist die tatsächliche Abweichung der Wertentwicklung eines ETF von der seines zugrunde liegenden Index über einen bestimmten Zeitraum.

  • Trend

    Ein Trend ist die vorherrschende Richtung, in die sich der Kurs eines Wertpapiers über einen längeren Zeitraum bewegt.

  • Trendkanal

    Ein Trendkanal ist ein charttechnisches Werkzeug aus zwei parallelen Linien, die einen Kursverlauf nach oben und unten begrenzen.

  • Trendlinie

    Eine Trendlinie ist eine in einen Chart eingezeichnete Gerade, die mehrere aufeinanderfolgende Hoch- oder Tiefpunkte verbindet und damit die Richtung eines Trends sichtbar macht.

U

  • Unterstützungslinie

    Eine Unterstützungslinie markiert ein Kursniveau, an dem ein fallender Kurs in der Vergangenheit wiederholt auf Käufer traf und sich stabilisierte.

V

  • Value Investing

    Value Investing ist ein Anlagestil, der gezielt Wertpapiere kauft, deren Börsenkurs unter dem geschätzten inneren Wert des Unternehmens liegt.

  • Vergleichsindex

    Ein Vergleichsindex, auch Benchmark genannt, ist der Maßstab, an dem die Wertentwicklung einer Anlage oder eines Portfolios gemessen wird.

  • Verlustverrechnungstopf

    Ein Verlustverrechnungstopf ist ein von der depotführenden Bank geführtes Konto, in dem realisierte Verluste gesammelt und automatisch mit steuerpflichtigen Gewinnen verrechnet werden.

  • Verrechnungskonto

    Ein Verrechnungskonto ist das Geldkonto, das zu einem Wertpapierdepot gehört und über das sämtliche Zahlungen im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften laufen.

  • Verwahrstelle

    Die Verwahrstelle ist das von der Fondsgesellschaft unabhängige Kreditinstitut, das das Fondsvermögen verwahrt und die Einhaltung der Anlagevorschriften überwacht.

  • Volatilität

    Die Volatilität ist ein statistisches Maß für die Schwankungsbreite eines Kurses und wird üblicherweise als annualisierte Standardabweichung der Renditen angegeben.

  • Vorabpauschale

    Die Vorabpauschale ist eine jährliche Vorauszahlung auf die Steuer, die für thesaurierende und schwach ausschüttende Investmentfonds fällig wird, damit auch ohne Ausschüttung eine laufende Besteuerung stattfindet.

  • Vorstand

    Der Vorstand ist das Leitungsorgan einer Aktiengesellschaft, das die Gesellschaft eigenverantwortlich führt und nach außen vertritt.

  • Vorzugsaktie

    Eine Vorzugsaktie ist eine Aktiengattung, die in der Regel kein Stimmrecht gewährt, dafür aber eine bevorrechtigte oder höhere Dividende.

W

  • Wall Street

    Die Wall Street ist eine Straße im Süden Manhattans und steht sinnbildlich für den US-amerikanischen Finanzsektor.

  • Wandelanleihe

    Eine Wandelanleihe ist eine Unternehmensanleihe, die ihrem Inhaber zusätzlich das Recht einräumt, sie während der Laufzeit zu festgelegten Bedingungen in Aktien des Emittenten umzutauschen.

  • Wertpapier

    Ein Wertpapier ist eine Urkunde oder ein elektronischer Eintrag, der ein Vermögensrecht verbrieft und übertragbar macht.

  • Wertpapierleihe

    Die Wertpapierleihe ist die zeitweise Überlassung von Wertpapieren gegen Gebühr, bei der der Entleiher Sicherheiten stellt und die Papiere später zurückgibt.

  • Widerstandslinie

    Eine Widerstandslinie markiert ein Kursniveau, an dem ein steigender Kurs in der Vergangenheit wiederholt auf Verkäufer traf und seinen Anstieg nicht fortsetzen konnte.

  • Wiederanlage

    Wiederanlage bezeichnet das erneute Investieren erhaltener Erträge wie Dividenden, Zinsen oder Ausschüttungen in dieselbe oder eine andere Anlage.

X

  • Xetra

    Xetra ist das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse und der mit Abstand umsatzstärkste Handelsplatz für deutsche Aktien.

Y

  • YTD

    YTD steht für Year-to-Date und bezeichnet die Wertentwicklung seit Beginn des laufenden Kalenderjahres bis zum aktuellen Tag.

Z

  • Zeitwert

    Der Zeitwert ist der Teil des Preises einer Option oder eines Optionsscheins, der über den inneren Wert hinausgeht und die verbleibende Chance auf eine günstige Kursentwicklung abbildet.

  • Zertifikat

    Ein Zertifikat ist eine von einer Bank ausgegebene Inhaberschuldverschreibung, deren Wertentwicklung an einen Basiswert wie eine Aktie, einen Index oder einen Rohstoff gekoppelt ist.

  • Zins

    Der Zins ist das Entgelt für die zeitweise Überlassung von Kapital – aus Sicht des Kreditnehmers der Preis für geliehenes Geld, aus Sicht des Anlegers der Ertrag für verliehenes Geld.

  • Zinseszins-Effekt

    Der Zinseszins-Effekt beschreibt, dass bereits erwirtschaftete Erträge selbst wieder Erträge erzeugen, wodurch das Kapital nicht linear, sondern exponentiell wächst.

  • Zyklischer Wert

    Ein zyklischer Wert ist die Aktie eines Unternehmens, dessen Umsätze und Gewinne stark vom Konjunkturverlauf abhängen.

Ü

  • Überzeichnung

    Eine Überzeichnung liegt vor, wenn bei der Emission eines Wertpapiers mehr Stücke gezeichnet werden, als tatsächlich angeboten sind.