352 Millionen
So viel Geld liegt noch immer auf deutschen Sparbüchern.
352 Milliarden Euro. So viel parken die Deutschen nach wie vor auf klassischen Sparbüchern. Das ist eine gewaltige Summe für ein Produkt, das schon lange keine müde Mark mehr abwirft.
Die Sparquote der privaten Haushalte lag 2025 bei 11,3 Prozent des verfügbaren Einkommens, wie das Statistische Bundesamt Anfang 2026 meldete. Damit liegt sie sogar leicht über dem 30-Jahres-Median von 10,8 Prozent. Nur ziehen einige daraus immer noch die falschen Schlüsse, verschieben das Geld auf Anlageformen mit – aktuell – negativen Realzinsen.
Warum hält sich das Sparbuch trotzdem so hartnäckig?
Sicherheit schlägt Rendite – zumindest im Kopf vieler Sparer. Das Sparbuch gilt als einfach, planbar und durch die Einlagensicherung geschützt. Diese gefühlte Sicherheit hat allerdings ihren Preis.
Bei einer Inflation von rund 2,8 Prozent und Sparbuchzinsen nahe null bleibt 2026 eine reale Rendite im Negativbereich. Hochgerechnet verlieren Sparer dadurch allein in diesem Jahr rund 47 Milliarden Euro an Kaufkraft, umgerechnet 565 Euro pro Kopf. Das Sparbuch fühlt sich sicher an – dein Geld wird trotzdem langsam, aber stetig weniger wert.
Aktienquote steigt
Doch es gibt einen Lichtblick. Die Zahl der Aktionäre in Deutschland stieg 2025 auf den Rekordwert von 14,1 Millionen Menschen – zwei Millionen mehr als im Vorjahr.
Mittlerweile investiert jeder Fünfte ab 14 Jahren direkt oder indirekt am Aktienmarkt.
Parallel dazu schrumpft das klassische Sparkonto seit Jahren strukturell: Noch 2016 lagen dort laut Bundesbank-Daten über 600 Milliarden Euro, heute ist es spürbar weniger.