Langsam wagen sich die Ersten aus der Deckung und konkretisieren die ersten Produkte für das neue Altersvorsorgedepot. Auch wenn die meisten Details dabei fehlen, ist eine Information dennoch durchaus bemerkenswert:
Martin Lück, Chef-Kapitalmarktstratege für Deutschland bei der Fondsgesellschaft Franklin Templeton gab zu Protokoll, dass er Produkte mit Kosten von weniger als 20 Basispunkten erwartet.
Das ist insofern interessant, als dass als Höchstgrenze im Gesetz 1% p.a. verankert sind, während Verbraucherschützer immer maximal 0,5% forderten und die Versicherungsbranche ihre Felle davonschwimmen sieht.
Und nun sagt der Chef einer großen Fondsgesellschaft, dass er Produkte mit Kosten von weniger als 0,2% erwartet. – Was ja absolut wettbewerbsfähig ist mit marktbreiten ETFs.
Für all diejenigen, die schon jetzt selbst anlegen oder sich am kommenden Jahr selbst um die Produkte im AVD kümmern wollen, sind das gute Nachrichten.
Dennoch dürften insbesondere Versicherungen auch deutlich teurere Produkte anbieten und durch ihren Vertrieb aggressiv in den Markt pressen. Wer dann nicht aufpasst, zahlt möglicherweise deutlich zu viel Gebühren.