Geld anlegen für Kinder – Erfolgreich sparen für den Nachwuchs – so geht’s

von Brigitte Wallstabe-Watermann, Antonie Klotz, Gisela Baur

4 von 5

Erst kürzlich habe ich ja darüber geschrieben, warum ich, bzw. wir für unsere Kinder eigene Depots führen. Ich habe diesen Artikel noch einmal zum Anlass genommen, mein eigenes Verhalten zu challengen und mithilfe von Literatur zu überprüfen, ob ich überhaupt auf dem Richtigen Weg bin.

Geld anlegen für Kinder – Erfolgreich sparen für den Nachwuchs – so geht’s“ von finanztest (Stiftung Warentest) erschien mir dafür geeignet.

Worum geht’s im Buch?

Die drei Autorinnen Brigitte Wallstabe-Watermann, Antonie Klotz und Gisela Baur gehen auf rund 160 Seiten der Frage nach, wie man am besten für die eigenen Kinder Geld anlegt.
Mithilfe vieler Grafiken, Tabellen und Infokästen zeigen sie auf, wie viel Rendite welche Geldanlage bringt, erläutern die Kraft des Zinseszins und helfen Schritt für Schritt bei der Depot-Eröffnung.

Geld anlegen für Kinder – Erfolgreich sparen für den Nachwuchs – so geht’s“ richtet sich nach meiner Einschätzung dabei vor allem an Menschen, die sich noch recht am Anfang ihrer Finanzentscheidungen befinden. In den Texten wird daher weitestgehend auf Fachbegriffe verzichtet, viele Basisthemen (beispielsweise wie ein ETF funktioniert oder was es mit der Abgeltungssteuer auf sich hat) werden noch einmal separat erklärt. Ein kleines Kapitel widmen sich zudem dem Thema finanzielle Bildung.

Wer noch ratlos ist, wie Geld für die eigenen Kinder am besten anzulegen ist, lernt in einem kleinen Exkurs zudem die „Pantoffel-Strategie“ kennen.
Wer Ratgeber und Hefte von finanztest häufig liest, wird diese Strategie bereits kennen: Es geht um die Frage, wie man mit möglichst wenig Aufwand, schwankungsarme und renditestarke Portfolios aufbaut, die bis in die Rente tragen.

Wie bewerte ich das Buch?

Geld anlegen für Kinder – Erfolgreich sparen für den Nachwuchs – so geht’s“ startet ganz am Anfang und bei den Basics. Das muss nicht falsch sein, mir persönlich ist das Buch aber zu sehr an der Oberfläche geblieben. Das mag dem Umstand geschuldet sein, dass auf den rund 160 Seiten alle möglichen Themen, die irgendwie mit Geld und Kindern zusammen hängen, kurz touchiert werden. Für echten Tiefgang bleibt da einfach kein Platz.

Einen kleinen Aha!-Moment hatte ich dann aber doch, nämlich bei der Frage der Strategie.

Hier wird sehr passend erläutert, warum man die eigenen Finanzen erstmal im Griff haben sollte, bevor man mit dem Sparen und Investieren für die eigenen Kinder anfangen kann. Denn was nutzt die größte Sparrate, wenn man dadurch ständig an die eigene Substanz gehen muss und den eigenen Kindern heute nicht das Notwendige bieten kann.
Das – glaube ich – kann wirklich ein Punkt sein, der manchmal in Vergessenheit gerät.

Fazit: Ich hatte beim Titel mehr erwartet und habe nun durch ein Buch geblättert, dass mir kaum Neues aufgezeigt hat. Dennoch war es ein guter Reminder auf bestimmte Aspekte der Geldanlage meiner Kinder noch einmal genauer zu schauen und insbesonder etwas mehr Flexibilität einzubauen.
Dafür hilft das „Drei Konten Modell“ für’s Taschengeld, das ich an anderer Stelle noch einmal aufschreiben werde.

Insgesamt gebe ich dem Buch eine 4 von 5: Für mich nicht so gut geeignet, für den Start ins Familienleben aber bestimmt wertvoll.

Alles über Geld anlegen für Kinder – Erfolgreich sparen für den Nachwuchs – so geht’s
Autor Brigitte Wallstabe-Watermann, Antonie Klotz, Gisela Baur
Verlag Stiftung Warentest
Erscheinungsjahr 2024
ISBN 9783747107539
Preis 22,90 €
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Adrian

Depot Tagebuch von

Adrian

Seit 2017 und damit viel zu spät, bin ich an der Börse. Seitdem versuche ich die verpassten Jahre aufzuholen. – Sowohl beim Wissen als auch bei der Rendite. Meine Lernkurve ist steil, manchmal zu steil. Und um dir und anderen meine Fehler zu ersparen, dokumentiere ich hier auf monatlicher Basis meine Depotentwicklung, kommentiere Marktereignisse oder teile spannende Informationen.