Dein Weg zur Million
Für viele Kleinanlegerinnen und Kleinanleger gibt es magische Grenzen: Wann erreiche ich die ersten 100.000 Euro im Depot, wann die erste Million? Auch ich habe mir diese Frage in meiner Anlagestrategie gestellt.
Inhaltsverzeichnis
Also rechne doch einfach mal nach: Wann kannst du mit deiner ersten Million rechnen?
Um welchen Prozentsatz kannst du deine Sparrate jährlich erhöhen?
Hinweis: Die Berechnung ist eine vereinfachte Modellrechnung mit monatlichem Zinseszins und dient nur zur Veranschaulichung. Tatsächliche Renditen schwanken je nach Marktlage, Kosten und Ausschüttungen.
Jährliche Entwicklung anzeigen
| Jahr | Sparrate/Monat | Einzahlung/Jahr | Eingezahlt gesamt | Ertrag | Kontostand |
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Wie wichtig ist die Million im Depot eigentlich?
Erst einmal ist „die erste Million“ eine psychologische Grenze. Für viele Menschen wirkt es motivierend, sich selbst eigene Ziele zu setzen und diese Ziele Schritt für Schritt zu erreichen.
Gerade im persönlichen Wertpapier-Depot kannst du diese Zielerreichung ja auch super nachvollziehen und – das ist vielleicht das Wichtigste – aktiv steuern. Du verlässt dich nicht nur auf andere, sondern bist selbst gefragt durch eine Anpassung deiner Sparrate das selbstgesetzte Ziel schneller zu erreichen.
Wie wichtig die ersten Hundertausend oder die erste Million dann aus einer wirtschaftlichen Betrachtung ist, hängt stark von deinen persönlichen finanziellen Zielen ab.
Kenne deine wahren Ziele
Frage dich selbst: Ist „Die Million“ wirklich dein wahres Ziel? Oder gibt es hinter diesem Schritt vielleicht noch ein weitere, viel wichtigere Motivation?
Etwa sowas wie: Du möchtest jeden Monat 2.000 Euro Dividende erhalten um weniger von klassischer Lohnarbeit abhängig zu sein. Bei x% Ausschüttungsrendite, welchen Wert brauchst du dann im Depot?
Oder: Um deine Rentenlücke auszugleichen und im Alter jeden Monat 3.000 Euro aus deinem Depot entnehmen zu können, mit welchem Depotwert musst du in die Rente starten?
Ist eine Million viel?
Was viel oder wenig ist, hängt sicherlich von der persönlichen Lebenssituation ab. Für jemanden, der in seiner Arbeit nur den Mindestlohn verdient, hat eine Million Euro sicherlich einen anderen Stellen wert als für eine Person die schon in eine vermögende Familie geboren wurde.
In jedem Fall aber ändert sich der wahre Wert dieser Million. Der Grund dafür ist einfach und nennt sich Inflation. Sie sorgt dafür, dass die Kaufkraft eines Euro jedes Jahr ein wenig schwindet.
Für die gleiche Kaufkraft von einer Million Euro heute hättest du 1950 nur ziemlich genau 145.000 Euro gebraucht.
1950 hatten 145.000 Euro also etwa den gleichen, auch emotionalen, Wert wie heute die Million.
Wenn du also heute 1 Million als Ziel deines Depots formulierst, dann sinkt dieser emotionale und faktische Wert über die Zeit.
Das ist ein Umstand, den die meisten Menschen auch bei ihrer Rentenlücke vergessen.
Wenn du heute 2.500 Euro für ein gutes Leben brauchst, dann können das zum Renteneintritt in 30 Jahren schon rund 4.500 Euro sein. Der Wert des Euros in diesen 30 Jahren wird sich bei 2 % jährlicher Inflation also halbieren, der Wocheneinkauf wird doppelt so teuer obwohl die Dinge im Einkaufswagen die gleichen bleiben.
Die Frage ob eine Million Euro viel Geld ist, ist daher absolut relativ und veränderlich.
Was du heute mit „Ja!“ beantwortest, werden deine Kinder vielleicht irgendwann mit „Nein!“ beantworten.