Cost-Average-Effekt
Kurz erklärt
Der Cost-Average-Effekt beschreibt, dass beim Investieren eines gleichbleibenden Betrags in festen Abständen bei niedrigen Kursen automatisch mehr und bei hohen Kursen weniger Anteile gekauft werden.
Wer monatlich einen festen Betrag investiert, kauft in schwachen Marktphasen mehr Anteile und in starken weniger. Der durchschnittliche Kaufpreis je Anteil liegt dadurch rechnerisch unter dem Durchschnitt der Kurse.
Ein Rechenbeispiel
| Monat | Investition | Kurs je Anteil | Gekaufte Anteile |
| Januar | 100 € | 10 € | 10,00 |
| Februar | 100 € | 8 € | 12,50 |
| März | 100 € | 12 € | 8,33 |
| April | 100 € | 9 € | 11,11 |
| 400 € | 9,54 € | 41,94 |
Insgesamt: 400 Euro, 41,94 Anteile, also 9,54 Euro je Anteil.
Der Durchschnitt der vier Kurse liegt bei 9,75 Euro. Diese Differenz ist der Cost-Average-Effekt.
Was er leistet – und was nicht
Er nimmt die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt aus der Entscheidung heraus und erzwingt diszipliniertes Investieren. Beides ist praktisch wertvoll, gerade für Einsteiger.
Er ist aber keine Renditequelle. Der rechnerische Vorteil bezieht sich auf den Durchschnittskurs, nicht auf die Alternative, denselben Betrag sofort komplett anzulegen. Weil Aktienmärkte langfristig überwiegend steigen, schneidet die Einmalanlage historisch häufiger besser ab. Wer eine größere Summe gestaffelt investiert, kauft vor allem Ruhe – und bezahlt sie im Mittel mit etwas Rendite. Für laufendes Sparen aus dem Einkommen stellt sich die Frage ohnehin nicht, dort ist der Sparplan der natürliche Weg.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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