Lexikon keine Anlageberatung

Emerging Markets

Kurz erklärt

Emerging Markets sind Schwellenländer, deren Kapitalmärkte bereits investierbar sind, aber noch nicht die Größe, Liquidität und regulatorische Reife von Industrieländern erreichen.

Die Einordnung nehmen Indexanbieter wie MSCI und FTSE anhand fester Kriterien vor: Wirtschaftsentwicklung, Größe und Liquidität des Aktienmarkts sowie Zugänglichkeit für ausländische Investoren. Die Einstufungen unterscheiden sich – Südkorea gilt bei MSCI als Schwellenland, bei FTSE als Industrieland.

Zusammensetzung

Der MSCI Emerging Markets Index wird von wenigen Ländern dominiert, allen voran China, Indien und Taiwan. Wer einen Schwellenländer-ETF kauft, erwirbt damit keine gleichmäßige Streuung über die aufstrebende Welt, sondern eine stark konzentrierte Position – ein Blick in die Länder- und Branchengewichtung lohnt vor dem Kauf.

Chancen und Risiken

Wachsende Bevölkerung, steigende Mittelschicht und Nachholpotenzial stehen politischen Risiken, schwächerem Anlegerschutz, Währungsschwankungen und geringerer Liquidität gegenüber. Die Kursausschläge fallen entsprechend größer aus als in Industrieländern. Ein höheres Wirtschaftswachstum übersetzt sich zudem nicht automatisch in höhere Aktienrenditen – historisch war der Zusammenhang deutlich schwächer als oft angenommen.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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