Lexikon keine Anlageberatung

MSCI

Kurz erklärt

MSCI ist ein US-amerikanischer Finanzdienstleister, der weltweit verbreitete Aktienindizes berechnet, darunter den MSCI World als Standardmaßstab für Industrieländeraktien.

Das Unternehmen ging aus Morgan Stanley Capital International hervor und ist heute einer der größten Indexanbieter überhaupt. Ein erheblicher Teil aller ETFs bildet MSCI-Indizes ab.

Die wichtigsten Indizes

Der MSCI World umfasst rund 1.400 Unternehmen aus etwa zwei Dutzend Industrieländern. Entscheidend und oft missverstanden: Er enthält keine Schwellenländer, trotz des Namens. Zudem entfällt der Großteil der Gewichtung auf die USA – die Streuung ist also weniger gleichmäßig, als der Titel vermuten lässt.

Der MSCI Emerging Markets deckt die Schwellenländer ab. Der MSCI ACWI kombiniert beide und bildet damit tatsächlich den globalen Markt ab. Ergänzungen mit dem Zusatz IMI beziehen zusätzlich kleinere Unternehmen ein.

Wie die Indizes gebaut sind

Gewichtet wird nach Streubesitz-Marktkapitalisierung: Je größer der frei handelbare Börsenwert, desto höher das Gewicht. Die Zusammensetzung wird vierteljährlich überprüft. MSCI entscheidet auch über die Einstufung ganzer Länder als Industrie- oder Schwellenland – eine Entscheidung mit erheblichen Kapitalflüssen im Gefolge.

Neben den Standardindizes gibt es Faktor-, Branchen-, Nachhaltigkeits- und währungsgesicherte Varianten. Konkurrierende Anbieter sind FTSE Russell und S&P Dow Jones Indices, deren Abgrenzungen von denen MSCIs abweichen können.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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