ETF
Kurz erklärt
Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Investmentfonds, der in der Regel einen Index nachbildet und damit passiv die Wertentwicklung eines ganzen Marktes abbildet.
ETFs verbinden zwei Eigenschaften: die Streuung eines Fonds und die jederzeitige Handelbarkeit einer Aktie. Ein einziger weltweit anlegender ETF deckt mehr als tausend Unternehmen aus Dutzenden Ländern ab.
Warum sie günstig sind
Weil kein Fondsmanagement Titel auswählt, sondern schlicht der Index nachgebildet wird, liegen die laufenden Kosten meist zwischen 0,05 und 0,3 Prozent pro Jahr – ein Bruchteil dessen, was aktive Fonds verlangen. Über Jahrzehnte macht diese Differenz einen erheblichen Teil der Endrendite aus.
Replikation
Physisch replizierende ETFs kaufen die Indexwerte tatsächlich, entweder vollständig oder als repräsentative Auswahl. Synthetische ETFs bilden den Index über ein Tauschgeschäft mit einer Bank ab, was ein zusätzliches Kontrahenten-Risiko mitbringt.
Ausschüttend oder thesaurierend
Ausschüttende ETFs zahlen Erträge aus, thesaurierende legen sie automatisch wieder an. Beide Varianten sind steuerlich erfasst – bei thesaurierenden über die Vorabpauschale.
Worauf zu achten ist
Neben der Gesamtkostenquote zählen die Tracking-Differenz, also die tatsächliche Abweichung vom Index, das Fondsvolumen, die Handelsspanne und die Frage, ob der zugrunde liegende Index wirklich das abbildet, was man abbilden möchte. Als Sondervermögen sind ETFs bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt – das Marktrisiko bleibt davon unberührt.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.