Lexikon keine Anlageberatung 1

Gleitender Durchschnitt

Kurz erklärt

Ein gleitender Durchschnitt ist ein technischer Indikator, der den durchschnittlichen Kurs eines Wertpapiers über eine festgelegte Anzahl vergangener Perioden berechnet und dadurch kurzfristige Schwankungen glättet.

Mit jedem neuen Handelstag rückt das Berechnungsfenster weiter – daher "gleitend". Das Ergebnis ist eine Linie, die dem Kursverlauf folgt, ihn aber deutlich ruhiger darstellt.

SMA und EMA

Der einfache gleitende Durchschnitt gewichtet alle Kurse im Zeitfenster gleich. Der exponentielle gewichtet jüngere Kurse stärker und reagiert dadurch schneller auf Trendwechsel, liefert dafür aber mehr Fehlsignale.

Gängige Zeitfenster

38 und 90 Tage für kurz- bis mittelfristige Betrachtungen, 200 Tage als klassische Trendmarke. Notiert ein Kurs über seiner 200-Tage-Linie, gilt der übergeordnete Trend als aufwärtsgerichtet.

Anwendung und Grenze

Verwendet werden gleitende Durchschnitte zur Trendbestimmung, als bewegliche Unterstützungs- und Widerstandszonen und für Kreuzungssignale wie das Golden Cross. Entscheidend ist die Einschränkung: Ein gleitender Durchschnitt ist ein nachlaufender Indikator. Er beschreibt, was war, und signalisiert Trendwechsel erst, wenn ein Teil der Bewegung bereits gelaufen ist. In Seitwärtsphasen erzeugt er entsprechend viele Fehlsignale.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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