Lexikon keine Anlageberatung

Relative Strength Index

Kurz erklärt

Der Relative Strength Index (RSI) ist ein technischer Indikator, der das Verhältnis von Kursgewinnen zu Kursverlusten über einen festgelegten Zeitraum auf einer Skala von 0 bis 100 abbildet.

Entwickelt wurde der RSI von J. Welles Wilder. Standardmäßig werden 14 Perioden verwendet, häufig Tage.

Die klassische Lesart

Werte über 70 gelten als überkauft, Werte unter 30 als überverkauft. Die Grundidee: Nach einer sehr einseitigen Bewegung steigt die Wahrscheinlichkeit einer Gegenreaktion.

Divergenzen

Für viele Anwender aussagekräftiger als die Schwellen sind Divergenzen. Erreicht der Kurs ein neues Hoch, der RSI aber nicht, verliert die Bewegung an innerer Stärke – ein möglicher Hinweis auf eine bevorstehende Wende.

Die entscheidende Einschränkung

In ausgeprägten Trends versagt die Standardinterpretation. Eine Aktie in einem starken Aufwärtstrend kann wochenlang über 70 notieren und dabei weiter steigen. Wer allein deshalb verkauft, steigt zu früh aus. Der RSI eignet sich vor allem in Seitwärtsphasen und sollte mit Trendindikatoren wie gleitenden Durchschnitten kombiniert werden.

Nicht zu verwechseln ist der RSI mit der relativen Stärke im Sinne eines Vergleichs zwischen einem Wertpapier und seinem Markt – trotz des ähnlichen Namens misst er etwas völlig anderes.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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