Eigenkapitalquote
Kurz erklärt
Die Eigenkapitalquote gibt an, welcher Anteil des Gesamtkapitals eines Unternehmens aus Eigenkapital besteht, und wird in Prozent ausgedrückt.
Berechnet wird sie als Eigenkapital geteilt durch die Bilanzsumme, multipliziert mit 100. Bei 40 Millionen Euro Eigenkapital und einer Bilanzsumme von 100 Millionen Euro beträgt die Quote 40 Prozent.
Die Kennzahl misst finanzielle Widerstandsfähigkeit. Eine hohe Quote bedeutet geringere Zinslast, mehr Spielraum in Krisen und in der Regel bessere Konditionen bei Kreditgebern.
Was als hoch gilt
Einen allgemeingültigen Zielwert gibt es nicht – die Unterschiede zwischen Branchen sind zu groß. Industrieunternehmen liegen häufig zwischen 30 und 50 Prozent. Banken arbeiten geschäftsmodellbedingt mit einstelligen Quoten und unterliegen dafür eigenen aufsichtsrechtlichen Kapitalvorgaben. Ein Vergleich ist deshalb nur innerhalb derselben Branche sinnvoll.
Die Kehrseite
Eine sehr hohe Eigenkapitalquote ist nicht automatisch besser. Fremdkapital ist günstiger als Eigenkapital, und wer es gar nicht einsetzt, verschenkt Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital. Die Kennzahl gehört deshalb immer neben die Eigenkapitalrendite.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.