Lexikon keine Anlageberatung

Euribor

Kurz erklärt

Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist der Referenzzinssatz, zu dem sich Banken im Euroraum untereinander unbesichert Geld leihen.

Der Euribor wird börsentäglich für mehrere Laufzeiten von einer Woche bis zwölf Monaten veröffentlicht. Berechnet wird er vom European Money Markets Institute aus den Meldungen eines Panels europäischer Banken.

Nach den Manipulationsskandalen der 2010er-Jahre wurde die Methodik grundlegend überarbeitet. Sie stützt sich heute vorrangig auf tatsächliche Transaktionen und nur nachrangig auf Experteneinschätzungen.

Wo er im Alltag auftaucht

Der Euribor ist die Bezugsgröße für eine Vielzahl variabel verzinster Verträge: Immobiliendarlehen mit variablem Zins, Unternehmenskredite, Zinsswaps und Floater. Steigt er, verteuern sich diese Kredite unmittelbar.

Abgrenzung

Nicht zu verwechseln ist der Euribor mit dem Leitzins der EZB. Der Leitzins wird geldpolitisch festgesetzt, der Euribor bildet sich am Markt – er folgt den Leitzinserwartungen, ist aber nicht mit ihnen identisch. Für Tagesgeldsätze existiert daneben der €STR, der den früheren EONIA abgelöst hat.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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