Die Anleger haben durch die Vorbereitung auf Korrekturen bzw. den Versuch, diese vorherzusehen, weit mehr Geld verloren als durch die Korrekturen selbst.
Person
Peter Lynch
Peter Lynch (geb. 1944) leitete von 1977 bis 1990 den Fidelity Magellan Fund und erzielte in dieser Zeit eine durchschnittliche Jahresrendite von rund 29 Prozent – mehr als das Doppelte des S&P 500 über denselben Zeitraum, bei einem zuletzt zweistelligen Milliardenvolumen. Nach seinem Rückzug mit 46 Jahren, auf dem Höhepunkt seines Erfolgs, wurde er zum meistgelesenen Investmentautor der USA.
Sein Ansatz war „Bottom-up“: Statt Konjunktur oder Zinsen zu prognostizieren, suchte er einzelne Unternehmen, deren Geschäft er verstand – seine berühmte Regel „Kaufe, was du kennst“ stammt aus seiner Beobachtung, dass private Anleger im Alltag oft früher gute Firmen entdecken als Wall-Street-Analysten. Bekannt wurde auch die PEG-Ratio, die das Kurs-Gewinn-Verhältnis ins Verhältnis zum erwarteten Gewinnwachstum setzt.
Seine Bücher „One Up on Wall Street“ und „Beating the Street“ gehören bis heute zu den meistverkauften Investmentratgebern und richten sich explizit an Privatanleger, nicht an Profis. Kritisch anzumerken: Lynchs Erfolg fiel in eine der stärksten Haussephasen der US-Börsengeschichte, und sein intensives Stockpicking – zeitweise über tausend Positionen gleichzeitig – ist für die meisten Privatanleger praktisch kaum nachzubilden.
Bildnachweis: KI generiert