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Auch aus 10€/Monat wird ein Vermögen

Lieber früh und mit wenig beginnen, als gar nichts zutun.

Ein häufiges Argument, das ich immer wieder als Grund für noch nicht begonnenes Investieren gehört habe: „Das kann ich mir nicht leisten!„
Ich glaube, das ist vorgeschoben.

Denn um langfristig Vermögen aufzubauen, musst du nicht schon vermögend sein. Selbst kleine Beträge können – sind sie nur lang genug angelegt – einen gutes Fundament für später bilden.
Dafür solltest du dann aber auch so früh wie möglich beginnen.

Das Wunder des Zinseszins

Dass auch kleine Beträge über lange Zeit zu ordentlichem Vermögen sorgen, liegt am häufig unterschätzten Zinseszins-Effekt. Dieser Effekt verzinst jedes Jahr auch die Zinsen, die du schon im Jahr zuvor und davor und davor erhalten hast.

Nehmen wir mal an, du sparst über 30 Jahre jeweils 10 € im Monat. Steckst du in den Sparstrumpf, Zinsen gibt es keine.
Nach 30 Jahren hast du: 10 € × 12 × 30 = 3.600 €

Ganz anders sieht das zweite Beispiel aus. Du sparst wieder 10 € im Monat und das über 30 Jahre. Diesmal investierst du das Geld aber in einen ETF mit durchschnittlich 5% Rendite pro Jahr.
Dann hast du nach 30 Jahren ebenfalls 3.600 € eingezahlt, aber zusätzlich 4.723 € Zinsen erhalten und deine Einzahlungen damit mehr als verdoppelt!

Die kleinen Geldfresser im Alltag

10 € im Monat, das entspricht etwa 35 Cent pro Tag.
Gehe einmal in dich und frage dich: Für welche Kleinigkeiten gebe ich täglich oder regelmäßig Geld aus.

Vielleicht rauchst du? Eine Zigarette weniger am Tag und 10 € im Monat sind locker drin.
Magst du gern Kaffee? Einmal die Woche auf den Coffee to go verzichten, schon sind 10 € im Monat zusammen.
Du liebst Süßigkeiten? Vielleicht halbierst du deinen Konsum und schon bleiben 10 € im Monat übrig.

Ich denke du merkst, worauf ich hinaus will: Du musst dein Leben gar nicht groß ändern, um kleine Beträge zusammenzubekommen um mit 10 € im Monat das Investieren zu beginnen.

Und nach einer Zeit gewinnst du vielleicht Gefallen daran, noch mehr zu sparen, damit mehr übrig bleibt. Denn (bei 5% Rendite pro Jahr):

  • Aus 10 € im Monat werden in 30 Jahren 8.323 €
  • Aus 25 € im Monat werden in 30 Jahren 20.806 €
  • Aus 50 € im Monat werden in 30 Jahren 41.613 €
  • Aus 100 € im Monat werden in 30 Jahren 83.226 €
  • Aus 250 € im Monat werden in 30 Jahren 208.065 €
  • Aus 500 € im Monat werden in 30 Jahren 416.129 €

Wenn du mehr willst, dann solltest du deine Ausgaben kennen.

Haushaltsbuch führen, Durchblick erhalten

Ohne Witz! Klingt verstaubt, hilft aber ungemein um die eigene Einnahmen- und Ausgabensituation zu kennen: Ein Haushaltsbuch.

Ob du nun ein Haushaltsbuch in Papierform kaufst oder aber die kostenlose PDF-Vorlage der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nutzt. – Wenn du einmal über ein, zwei oder drei Monate konsequent jede noch so kleine Ausgabe erfasst, weißt du schnell wo du dir – vielleicht unnötigen? – Luxus gönnst.

Die Verringerung der Ausgabenseite ist ein enorm mächtiges Werkzeug auf dem Weg zu finanziellem Erfolg.
(Und mit Cashback, Payback oder regelmäßigen Tarifwechseln beschleunigst du dieses Werkzeug noch.)

Übrigens: Falls du ein Trade Republic Depot führst oder führen willst, kannst du auch die zugehörige Debit-Card nutzen. Das bringt dir nicht nur 1 % Cashback, sondern in der App werden dir alle Ausgaben auch nach Ausgabenkatoegioren vorsortiert angezeigt. Das macht das Führen eines Haushaltsbuchs noch einfacher!

Worauf wartest du?

Also: Worauf wartest du? Schon mit kleinen Beträgen kannst du das Investieren starten und dann nach und nach deine persönliche Sparquote erhöhen.

Klar, um nach wenigen Jahren die 1 Million Euro im Depot zu haben, brauchst du eine entsprechend hohe Sparrate oder ein langes Durchhaltevermögen.
Wie du gesehen hast, lohnt sich aber auch der Start mit weniger Geld. Du musst halt nur endlich mal starten! Denn je länger du am Ball bleibst, umso höher ist der Zinseszinseffekt, umso schneller hast du ordentlich Vermögen aufgebaut.

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Adrian

Depot Tagebuch von

Adrian

Seit 2017 und damit viel zu spät, bin ich an der Börse.
Seitdem versuche ich die verpassten Jahre aufzuholen. – Sowohl beim Wissen als auch bei der Rendite. Meine Lernkurve ist steil, manchmal zu steil. Und um dir und anderen meine Fehler zu ersparen, dokumentiere ich hier auf monatlicher Basis meine Depotentwicklung, kommentiere Marktereignisse oder teile spannende Informationen.

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