Bilanzsumme
Kurz erklärt
Die Bilanzsumme ist der Gesamtwert einer Unternehmensbilanz und entspricht der Summe aller Vermögenswerte auf der Aktivseite sowie zwangsläufig auch der Summe von Eigen- und Fremdkapital auf der Passivseite.
Beide Seiten einer Bilanz sind stets gleich groß – die Aktivseite zeigt, worin das Kapital steckt, die Passivseite, woher es stammt. Die Bilanzsumme ist deshalb kein eigenständiger Wert, sondern die Gesamtgröße dieses Systems.
Auf der Aktivseite stehen Anlagevermögen wie Maschinen, Gebäude und Patente sowie Umlaufvermögen wie Vorräte, Forderungen und liquide Mittel. Auf der Passivseite Eigenkapital und Fremdkapital.
Was sie aussagt – und was nicht
Als Größenmaßstab ist die Bilanzsumme brauchbar, besonders im Bankensektor, wo sie zur Standardkennzahl gehört. Über Ertragskraft sagt sie nichts: Ein Unternehmen kann eine gewaltige Bilanzsumme und trotzdem magere Gewinne haben. Aussagekräftig wird sie erst in Relationen, etwa als Eigenkapitalquote oder Gesamtkapitalrendite.
Auch ein Vergleich zwischen Branchen führt in die Irre. Immobilien- und Industrieunternehmen sind kapitalintensiv, Software- und Dienstleistungsfirmen kommen mit schlanken Bilanzen aus.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.