Lexikon keine Anlageberatung

Gesamtkapitalrendite

Kurz erklärt

Die Gesamtkapitalrendite misst, welchen Ertrag ein Unternehmen auf sein gesamtes eingesetztes Kapital erwirtschaftet – unabhängig davon, ob es sich um Eigen- oder Fremdkapital handelt.

Berechnet wird sie üblicherweise als Summe aus Jahresüberschuss und Fremdkapitalzinsen, geteilt durch die Bilanzsumme. Die Zinsen werden hinzugerechnet, weil sie ebenfalls ein Ertrag des eingesetzten Kapitals sind – nur eben für die Gläubiger statt für die Eigentümer.

Der Vorteil gegenüber der Eigenkapitalrendite

Die Eigenkapitalrendite lässt sich durch Verschuldung hochtreiben, ohne dass ein Unternehmen operativ besser arbeitet. Die Gesamtkapitalrendite ist gegen diesen Leverage-Effekt weitgehend immun und zeigt deshalb die tatsächliche operative Leistungsfähigkeit.

Ein Unternehmen mit 20 Prozent Eigenkapitalrendite und 4 Prozent Gesamtkapitalrendite verdient sein Ergebnis überwiegend über Schulden. Liegen beide Werte nah beieinander, arbeitet das Unternehmen wenig fremdfinanziert.

Einordnung

Sinnvoll ist der Vergleich innerhalb einer Branche und über mehrere Jahre. Als grobe Orientierung gilt: Liegt die Gesamtkapitalrendite dauerhaft unter den Fremdkapitalzinsen, vernichtet zusätzliche Verschuldung Wert statt ihn zu schaffen. Verwandte Kennzahlen sind der Return on Capital Employed und der Return on Invested Capital, die das nicht betriebsnotwendige Kapital herausrechnen.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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