Glattstellung
Kurz erklärt
Die Glattstellung ist das Schließen einer offenen Position durch ein exakt gegenläufiges Geschäft, wodurch keine Verpflichtung aus dem ursprünglichen Geschäft mehr besteht.
Eine Kaufposition wird durch einen Verkauf glattgestellt, eine Verkaufsposition durch einen Rückkauf. Das Ergebnis ist die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schließungskurs.
Besondere Bedeutung hat der Begriff bei Termingeschäften. Wer einen Future hält, hat eine Liefer- oder Abnahmeverpflichtung zum Fälligkeitstermin. Durch Glattstellung vor Fälligkeit entfällt diese – der überwiegende Teil aller Futures-Kontrakte wird auf diesem Weg beendet und nie tatsächlich erfüllt. Dasselbe gilt für Stillhalterpositionen bei Optionen.
Zwangsglattstellung
Reicht die hinterlegte Sicherheit bei gehebelten Positionen nicht mehr aus und wird ein Nachschuss nicht geleistet, schließt der Broker die Position selbst. Diese Zwangsglattstellung erfolgt zum jeweils erreichbaren Kurs und häufig zum ungünstigsten Zeitpunkt – ein wesentlicher Grund, warum gehebelte Positionen ausreichend Puffer benötigen.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.