Blue Chip
Kurz erklärt
Ein Blue Chip ist die Aktie eines großen, etablierten Unternehmens mit hoher Marktkapitalisierung, solider Finanzlage und langer Erfolgsgeschichte.
Der Ausdruck stammt aus dem Pokerspiel, wo die blauen Chips traditionell den höchsten Wert haben. An der Börse steht er für die Schwergewichte eines Marktes – typischerweise die Werte der großen Leitindizes wie DAX, Dow Jones, S&P 500 oder Euro Stoxx 50.
Kennzeichnend sind hohe Liquidität, enge Handelsspannen, breite Analystenabdeckung und häufig eine regelmäßige Dividende. Kursausschläge fallen im Schnitt geringer aus als bei Small Caps, dafür ist auch das Wachstumstempo niedriger.
Sicher sind Blue Chips deswegen nicht. Auch große Konzerne verlieren Marktanteile, geraten in Branchenkrisen oder verschwinden aus dem Index – die Geschichte der Leitindizes ist voll von einstigen Schwergewichten, die heute keine Rolle mehr spielen. Der Begriff beschreibt Größe und Bekanntheit, nicht Qualität der Zukunftsaussichten.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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