Lexikon keine Anlageberatung

Marktkapitalisierung

Kurz erklärt

Die Marktkapitalisierung ist der an der Börse bewertete Gesamtwert eines Unternehmens und ergibt sich aus dem Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien.

Sie beantwortet die Frage, was das Unternehmen als Ganzes wert ist – anders als der Aktienkurs, der für sich genommen nichts über Größe aussagt. Eine Aktie zu 8 Euro kann zu einem größeren Unternehmen gehören als eine zu 400 Euro; entscheidend ist die Stückzahl.

Größenklassen

Üblich ist die Einteilung in Large Caps, Mid Caps und Small Caps. Die Schwellen sind nicht einheitlich definiert und werden von Indexanbietern relativ zum jeweiligen Markt festgelegt.

Streubesitz-Marktkapitalisierung

Für Indizes zählt meist nicht die gesamte Marktkapitalisierung, sondern nur der frei handelbare Anteil. Aktien in festen Händen – bei Gründerfamilien, Staaten oder strategischen Investoren – bleiben außen vor. Deshalb kann ein Unternehmen groß sein und trotzdem ein geringes Indexgewicht haben.

Grenzen

Die Marktkapitalisierung erfasst nur das Eigenkapital. Für Übernahmebewertungen wird der Enterprise Value herangezogen, der Schulden hinzurechnet und liquide Mittel abzieht. Zwei Unternehmen mit gleicher Marktkapitalisierung können sich in ihrer Verschuldung erheblich unterscheiden.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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