Lexikon keine Anlageberatung

FIFO-Prinzip

Kurz erklärt

Das FIFO-Prinzip (First In, First Out) legt fest, dass bei einem Teilverkauf gleichartiger Wertpapiere die zuerst gekauften Stücke als zuerst veräußert gelten.

Wer eine Aktie in mehreren Tranchen zu unterschiedlichen Kursen gekauft hat, kann bei einem Teilverkauf nicht wählen, welche Stücke veräußert werden. Steuerlich gilt zwingend die zeitliche Reihenfolge des Erwerbs.

Praktische Auswirkung

Nach langen Aufwärtsphasen sind die ältesten Stücke meist die mit dem niedrigsten Einstandskurs – und damit die mit dem höchsten steuerpflichtigen Gewinn. Der versteuerte Gewinn fällt beim Teilverkauf deshalb oft höher aus als der Durchschnittswert vermuten lässt, den die Depotübersicht anzeigt.

Was sich gestalten lässt

Das FIFO-Prinzip greift je Depot und je Wertpapiergattung. Wer Tranchen bewusst getrennt halten möchte, kann sie in verschiedenen Depots führen – dann gilt die Reihenfolge jeweils nur innerhalb eines Depots. Bei einem Depotübertrag müssen die ursprünglichen Anschaffungsdaten mit übertragen werden, sonst unterstellt die aufnehmende Bank eine Ersatzbemessungsgrundlage, die deutlich ungünstiger ausfallen kann.

Zu beachten ist außerdem, dass ein Sparplan über Jahre viele kleine Tranchen erzeugt – bei Teilverkäufen wird die FIFO-Reihenfolge entsprechend kleinteilig abgearbeitet.

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

Veröffentlicht am