Lexikon keine Anlageberatung

Geld/Geldkurs

Kurz erklärt

Der Geldkurs, englisch Bid, ist der Preis, den ein Käufer für ein Wertpapier zu zahlen bereit ist – und damit der Preis, den ein Verkäufer erhält.

Im Orderbuch bildet der Geldkurs die Nachfrageseite ab. Ihm gegenüber steht der Briefkurs als niedrigste Verkaufsofferte. Der Geldkurs liegt stets darunter; die Differenz ist der Spread.

Praktisch bedeutet das: Wer sofort verkauft, bekommt den Geldkurs. Wer sofort kauft, zahlt den Briefkurs. Bereits im Moment des Kaufs steht eine Position deshalb rechnerisch mit dem Spread im Minus.

Die Breite des Spreads ist ein guter Liquiditätsindikator. Bei großen Standardwerten beträgt er oft nur Bruchteile eines Prozents, bei Nebenwerten, exotischen ETFs oder außerhalb der Haupthandelszeiten kann er deutlich größer ausfallen. Neben dem Geldkurs wird üblicherweise das dazugehörige Volumen angezeigt – wer mehr Stücke verkaufen will, als zu diesem Preis nachgefragt werden, erhält für den Rest schlechtere Kurse.

Hat dir dieser Beitrag gefallen?

Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

Veröffentlicht am