Spread
Kurz erklärt
Der Spread ist die Differenz zwischen Geldkurs und Briefkurs eines Wertpapiers, also zwischen dem Preis, zu dem gekauft, und dem, zu dem verkauft werden kann.
Der Spread ist eine unmittelbare Handelskosten-Position, die in keiner Gebührenabrechnung auftaucht. Wer kauft und sofort wieder verkauft, verliert genau diesen Betrag – die Position startet also rechnerisch im Minus.
Was ihn bestimmt
Je mehr Handelsaktivität, desto enger der Spread. Bei DAX-Werten liegt er häufig unter 0,1 Prozent, bei Nebenwerten, exotischen ETFs oder Anleihen kann er mehrere Prozent betragen. Er weitet sich außerdem in unruhigen Marktphasen, rund um Nachrichten und außerhalb der Haupthandelszeiten – dann fehlt Liquidität auf beiden Seiten des Orderbuchs.
Praktische Konsequenzen
Handel innerhalb der Kernzeiten der Heimatbörse, Limit-Orders statt unlimitierter Aufträge und ein Blick auf die aktuelle Geld-Brief-Spanne vor der Order sparen mehr Geld als die Suche nach dem letzten Cent Ordergebühr. Bei ETFs auf ausländische Märkte ist der Spread am engsten, wenn die zugrunde liegenden Börsen ebenfalls geöffnet sind.
Für kurzfristig orientierte Strategien mit vielen Transaktionen ist der Spread oft der größere Kostenblock als die Ordergebühren.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.