Inflationsschutz
Kurz erklärt
Inflationsschutz bezeichnet Anlageformen und Strategien, die darauf zielen, die reale Kaufkraft des angelegten Vermögens bei steigenden Preisen zu erhalten.
Inflation entwertet Geld: Bei 3 Prozent Teuerung und 1 Prozent Zins verliert ein Sparguthaben real an Wert, obwohl der Kontostand nominal steigt. Genau diese Lücke soll Inflationsschutz schließen.
Die gängigen Ansätze
Sachwerte wie Aktien, Immobilien und Rohstoffe repräsentieren reale Güter, deren Preise mit dem allgemeinen Preisniveau tendenziell mitsteigen. Bei Aktien hängt viel davon ab, ob ein Unternehmen gestiegene Kosten an Kunden weitergeben kann.
Inflationsindexierte Anleihen koppeln Kupon und Rückzahlung an einen Preisindex und schützen damit direkt – allerdings nur gegen die Inflation, die über die bereits eingepreiste Erwartung hinausgeht.
Gold gilt traditionell als Absicherung, hat diese Rolle historisch aber nur unregelmäßig erfüllt und wirft keine laufenden Erträge ab.
Einordnung
Kein Instrument schützt zuverlässig gegen jede Form von Inflation. Aktien und Immobilien reagieren kurzfristig oft negativ auf Inflationsschübe, weil diese Zinserhöhungen nach sich ziehen, und wirken erst über längere Zeiträume ausgleichend. Inflationsschutz ist deshalb eine Frage des Anlagehorizonts und der Streuung, nicht die eines einzelnen Produkts.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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