Anleihe
Kurz erklärt
Eine Anleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier, mit dem ein Emittent Fremdkapital aufnimmt und sich im Gegenzug zu regelmäßigen Zinszahlungen sowie zur Rückzahlung des Nennwerts bei Fälligkeit verpflichtet.
Wer eine Anleihe kauft, wird Gläubiger und nicht Miteigentümer – das ist der zentrale Unterschied zur Aktie. Ausgegeben werden Anleihen von Staaten, Unternehmen, Banken und supranationalen Institutionen.
Die wichtigsten Merkmale
Der Nennwert ist der Betrag, der bei Fälligkeit zurückgezahlt wird. Der Kupon bezeichnet den festen Zinssatz auf diesen Nennwert. Die Laufzeit reicht von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahrzehnten. Notiert wird eine Anleihe in Prozent des Nennwerts: Ein Kurs von 98,50 bedeutet 98,50 Prozent des Nennwerts.
Warum der Kurs schwankt
Steigt das allgemeine Zinsniveau, fallen die Kurse bereits laufender Anleihen, weil neu ausgegebene Papiere höhere Kupons bieten – und umgekehrt. Je länger die Restlaufzeit, desto stärker wirkt dieser Effekt. Hinzu kommt das Bonitätsrisiko: Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Emittenten drücken den Kurs.
Risiko im Vergleich zur Aktie
Anleihegläubiger werden im Insolvenzfall vor Aktionären bedient. Risikolos sind Anleihen deshalb nicht: Bei einem Zahlungsausfall droht ebenfalls ein Totalverlust, und die Inflation kann die reale Rendite aufzehren.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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