Lexikon keine Anlageberatung

Anlagehorizont

Kurz erklärt

Der Anlagehorizont ist der Zeitraum, über den Kapital voraussichtlich investiert bleiben kann, bevor es benötigt wird.

Der Anlagehorizont ist die erste Größe, die vor jeder Produktauswahl feststehen sollte – er entscheidet stärker über die passende Anlageform als Renditeerwartung oder Risikoneigung.

Warum er so viel bestimmt

Kurzfristig schwanken Aktienmärkte erheblich; Rückgänge von 30 oder 40 Prozent haben sich mehrfach ereignet. Über lange Zeiträume hat sich diese Schwankung historisch ausgeglichen, weil Kurse Zeit hatten, sich zu erholen. Wer Geld in zwei Jahren für eine Immobilie braucht, kann diese Zeit nicht aussitzen – für ihn ist Volatilität ein reales Problem, nicht nur eine Kennzahl.

Grobe Zuordnung

Für Mittel, die innerhalb weniger Jahre benötigt werden, kommen schwankungsarme Anlagen infrage. Je länger der Horizont, desto eher lassen sich schwankungsintensivere Anlagen wie Aktien und Aktien-ETFs sinnvoll einsetzen.

Ein häufiger Fehler

Der Anlagehorizont wird oft zu kurz angesetzt, weil er mit dem Renteneintritt gleichgesetzt wird. Tatsächlich wird ein Vermögen im Ruhestand nicht auf einmal verbraucht, sondern über Jahrzehnte entnommen – der effektive Horizont reicht entsprechend weiter.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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