Korrektur
Kurz erklärt
Eine Korrektur ist ein zeitlich begrenzter Kursrückgang von üblicherweise etwa 10 Prozent gegenüber dem vorherigen Höchststand innerhalb eines übergeordnet intakten Aufwärtstrends.
Die 10-Prozent-Marke ist eine Konvention, keine Definition. Sie dient der Abgrenzung: Kleinere Rücksetzer gelten als normale Schwankung, ab rund 20 Prozent spricht man vom Bärenmarkt.
Häufigkeit
Korrekturen sind gewöhnlich, nicht außergewöhnlich. In breiten Aktienmärkten treten Rückgänge dieser Größenordnung im historischen Mittel etwa einmal jährlich auf. Sie gehören zum normalen Marktgeschehen und sind der Preis für die langfristig höhere Renditeerwartung von Aktien.
Auslöser
Häufig genügt ein Anlass: unerwartete Konjunkturdaten, geldpolitische Signale, geopolitische Ereignisse oder schlicht überzogene Bewertungen nach längeren Anstiegen. Oft lässt sich im Nachhinein kein einzelner Grund festmachen.
Für Anleger
Ob eine Korrektur in einen Bärenmarkt übergeht, lässt sich im Moment des Geschehens nicht feststellen. Wer den Ausstieg versucht, muss zweimal richtig liegen – beim Verkauf und beim Wiedereinstieg. Für langfristig ausgerichtete Depots sind Korrekturen deshalb vor allem eine Frage der Nervenstärke; laufende Sparpläne kaufen in dieser Phase automatisch günstiger ein.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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