Konjunktur
Kurz erklärt
Die Konjunktur bezeichnet die zyklischen Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen Aktivität um den langfristigen Wachstumstrend.
Idealtypisch werden vier Phasen unterschieden: Aufschwung mit steigender Produktion und Beschäftigung, Hochkonjunktur mit hoher Auslastung und zunehmendem Preisdruck, Abschwung mit nachlassender Nachfrage und schließlich Rezession oder Depression.
In der Realität sind diese Phasen weder gleich lang noch klar abgegrenzt. Erkennbar wird ein Wendepunkt meist erst im Rückblick, weil Wirtschaftsdaten mit Verzögerung veröffentlicht und später revidiert werden.
Wichtige Indikatoren
Vorlaufend sind Stimmungsindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex und Einkaufsmanagerindizes sowie Auftragseingänge. Gleichlaufend sind Industrieproduktion und Bruttoinlandsprodukt. Nachlaufend ist typischerweise die Arbeitslosenquote.
Warum die Börse voraus ist
Aktienmärkte reagieren auf Erwartungen, nicht auf Ist-Zahlen. Kurse drehen deshalb oft nach oben, während die Nachrichtenlage noch schlecht ist – und beginnen zu fallen, wenn die Daten noch glänzen.
Für die Portfoliozusammensetzung ist relevant, dass zyklische Werte den Konjunkturverlauf verstärkt nachvollziehen, während defensive Branchen vergleichsweise stabil bleiben.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.