Bärenmarkt
Kurz erklärt
Ein Bärenmarkt ist eine längere Phase fallender Kurse, für die üblicherweise ein Rückgang von mindestens 20 Prozent gegenüber dem vorherigen Höchststand als Schwelle gilt.
Der Name geht auf die Angriffsbewegung des Bären zurück, der mit der Pranke von oben nach unten schlägt. Sein Gegenstück ist der Bulle, der mit den Hörnern nach oben stößt – beide stehen als Bronzefiguren vor der Frankfurter Börse.
Die 20-Prozent-Marke
Eine gesetzliche Definition gibt es nicht. In der Praxis hat sich durchgesetzt, ab einem Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem letzten Hoch von einem Bärenmarkt zu sprechen. Kleinere Rücksetzer bis rund 10 Prozent heißen Korrektur.
Typischer Verlauf
Auslöser sind meist Rezessionen, stark steigende Zinsen, geplatzte Bewertungsblasen oder externe Schocks. Bärenmärkte dauern historisch von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren und damit im Schnitt deutlich kürzer als die anschließenden Aufwärtsphasen. Charakteristisch sind erhöhte Volatilität, zwischenzeitliche kräftige Erholungen und eine Flucht in als sicher geltende Anlagen.
Was Anleger tun können
Wer langfristig investiert, sitzt Bärenmärkte üblicherweise aus, statt zum Tiefpunkt zu verkaufen. Ein laufender Sparplan kauft in dieser Phase automatisch mehr Anteile. Antizyklische Käufe sind möglich, verlangen aber die Bereitschaft, weitere Buchverluste auszuhalten – den exakten Wendepunkt trifft niemand zuverlässig.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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