Margin
Kurz erklärt
Die Margin ist die Sicherheitsleistung, die ein Anleger beim Handel mit gehebelten Produkten hinterlegen muss, um mögliche Verluste abzudecken.
Die Margin ist kein Kaufpreis, sondern eine hinterlegte Sicherheit. Sie ermöglicht es, eine Position zu bewegen, die deutlich größer ist als das eingesetzte Kapital – genau darin besteht der Hebel.
Initial und Maintenance
Die Initial Margin ist der Betrag, der zur Eröffnung erforderlich ist. Die Maintenance Margin ist die Untergrenze, die während der Laufzeit gehalten werden muss. Läuft die Position ins Minus, schmilzt die Sicherheit.
Margin Call
Unterschreitet die Sicherheit die Untergrenze, fordert der Broker Nachschuss. Wird nicht rechtzeitig aufgestockt, schließt er die Position selbst – zum jeweils erreichbaren Kurs und typischerweise im ungünstigsten Moment. Diese Zwangsglattstellung ist der häufigste Weg, auf dem gehebelte Positionen enden.
Nachschusspflicht
Bei börslichen Termingeschäften wie Futures kann der Verlust über die hinterlegte Margin hinausgehen; es besteht eine echte Nachschusspflicht. Für Privatanleger in der EU ist sie bei CFDs dagegen ausgeschlossen – dort ist der Verlust auf das Kontoguthaben begrenzt. Wer mit Margin arbeitet, sollte vorab genau wissen, welche Regelung für sein Produkt gilt.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.