Stop Loss
Kurz erklärt
Eine Stop-Loss-Order ist ein Verkaufsauftrag, der automatisch aktiviert wird, sobald der Kurs eine vorab festgelegte Marke erreicht oder unterschreitet.
Sie dient der Verlustbegrenzung, ohne dass der Markt laufend beobachtet werden muss. Der Stopkurs ist dabei ein Auslöser, kein Verkaufspreis.
Der entscheidende Punkt
Wird die Marke erreicht, geht die Order als unlimitierte Verkaufsorder in den Markt und wird zum nächsten erreichbaren Kurs ausgeführt. Bei einem Kurssprung – etwa nach einer Gewinnwarnung über Nacht – kann der tatsächliche Erlös deutlich unter dem Stopkurs liegen. Ein Stop Loss begrenzt Verluste also nicht garantiert.
Wer diesen Effekt vermeiden will, nutzt eine Stop-Limit-Order mit zusätzlicher Preisuntergrenze. Der Preis dafür: Fällt der Kurs unter das Limit, wird gar nicht verkauft.
Trailing Stop
Bei einem nachziehenden Stop wandert die Marke mit steigenden Kursen automatisch nach oben und bleibt bei fallenden stehen. So lassen sich Gewinne absichern, ohne die Position aktiv zu verwalten.
Wo Vorsicht angebracht ist
Ein zu eng gesetzter Stop wird von normalen Schwankungen ausgelöst und verkauft ohne Anlass. Bei langfristigen Anlagen in breit gestreute ETFs sind Stop-Loss-Orders meist kontraproduktiv, weil sie genau in vorübergehenden Rücksetzern auslösen.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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