Diversifikation
Kurz erklärt
Diversifikation ist die Verteilung des angelegten Kapitals auf verschiedene Wertpapiere, Branchen, Regionen und Anlageklassen, um das Risiko einzelner Fehlentwicklungen zu begrenzen.
Der Gedanke dahinter ist einfach: Wenn nicht alles gleichzeitig fällt, gleicht sich einiges aus. Verluste einzelner Positionen werden von anderen aufgefangen, und die Schwankungsbreite des Gesamtdepots sinkt.
Was gestreut werden sollte
Nicht nur über viele Einzelwerte, sondern über mehrere Ebenen: Unternehmen, Branchen, Länder und Währungsräume sowie Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und gegebenenfalls Rohstoffe oder Immobilien. Zwanzig Aktien aus derselben Branche sind kaum diversifiziert.
Was Diversifikation nicht leistet
Sie entfernt das unternehmensspezifische Risiko, nicht das Marktrisiko. Bricht der Gesamtmarkt ein, fällt auch ein breit gestreutes Depot. In schweren Krisen laufen zudem mehr Anlagen gleichzeitig nach unten, als es die historischen Korrelationen erwarten ließen.
Praktische Umsetzung
Ein einzelner weltweit anlegender ETF deckt bereits mehr als tausend Unternehmen aus Dutzenden Ländern ab und liefert damit für die meisten Privatanleger eine ausreichende Streuung – zu deutlich geringeren Kosten als der Einzelkauf.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.