Technische Analyse
Kurz erklärt
Die technische Analyse ist eine Methode der Wertpapieranalyse, die ausschließlich Kurs- und Umsatzdaten der Vergangenheit auswertet, um günstige Ein- und Ausstiegszeitpunkte zu bestimmen.
Ihre drei Grundannahmen: Alle verfügbaren Informationen sind bereits im Kurs enthalten, Kurse bewegen sich in Trends, und Verhaltensmuster der Marktteilnehmer wiederholen sich. Unternehmenszahlen bleiben bewusst außen vor – darin liegt der Gegensatz zur Fundamentalanalyse.
Die Werkzeuge
Zur technischen Analyse gehören die grafische Chartanalyse mit Trendlinien, Unterstützungs- und Widerstandszonen sowie Formationen, und darüber hinaus rechnerische Indikatoren: gleitende Durchschnitte, Relative-Strength-Index, MACD, Bollinger-Bänder, Momentum. Die Chartanalyse ist damit ein Teilgebiet der technischen Analyse, nicht ihr Synonym.
Einordnung
Die Methode ist verbreitet, ihre Prognosekraft aber umstritten. Studien kommen zu uneinheitlichen Ergebnissen, und ein Teil der beobachteten Wirkung dürfte selbsterfüllend sein: Wenn viele Marktteilnehmer auf dieselben Marken achten, entstehen dort tatsächlich Aufträge.
Praktisch nutzbar ist sie vor allem als Ergänzung – fundamental auswählen, was gekauft wird, technisch bestimmen, wann. Als alleinige Entscheidungsgrundlage für langfristigen Vermögensaufbau ist sie ungeeignet, zumal häufiges Handeln Kosten verursacht.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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