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Wer gut essen will, kauft Aktien; wer gut schlafen will, kauft Anleihen.

André Kostolany

Eine alte Börsenweisheit, die Kostolany populär gemacht hat. Sie fasst das Grundgesetz der Geldanlage in einem Bild zusammen: Ertrag und Ruhe sind gegenläufig. Wer die höhere Rendite will, zahlt sie mit Volatilität.

Für Anleger ist der Satz vor allem eine Selbsteinschätzungsfrage. Die passende Aktienquote ergibt sich nicht aus der Renditeerwartung, sondern aus der Antwort darauf, wie viel Buchverlust man erträgt, ohne zum ungünstigsten Zeitpunkt zu verkaufen.

Wahrheitsgehalt: im Grundsatz richtig, in der Umsetzung mit Vorsicht zu genießen. 2022 haben langlaufende Anleihen zweistellig verloren – wer damals in Rentenfonds mit hoher Duration investiert war, hat nicht besonders gut geschlafen. „Sicher““ ist keine Anlageklasse, sondern eine Passung: Wer eine Anleihe bis zur Fälligkeit hält und die Bonität stimmt, kennt seinen Ertrag. Wer sie vorher verkaufen muss, trägt Kursrisiko wie bei jeder anderen Anlage auch.

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