Duration
Kurz erklärt
Die Duration ist eine Kennzahl für Anleihen, die angibt, wie stark ihr Kurs auf eine Änderung des Marktzinses reagiert.
Die modifizierte Duration lässt sich unmittelbar praktisch lesen: Bei einer Duration von 7 verliert eine Anleihe rund 7 Prozent an Wert, wenn der Marktzins um einen Prozentpunkt steigt – und gewinnt entsprechend, wenn er fällt.
Was sie beeinflusst
Je länger die Restlaufzeit, desto höher die Duration. Je höher der Kupon, desto niedriger – weil ein größerer Teil der Zahlungen früher zurückfließt. Eine Nullkuponanleihe hat die höchste Duration überhaupt, da sämtliche Zahlungen am Ende anfallen.
Wozu sie dient
Die Duration macht das Zinsänderungsrisiko unterschiedlicher Anleihen vergleichbar. Bei Anleihe-ETFs wird sie für das gesamte Portfolio ausgewiesen und ist dort die zentrale Risikokennzahl – aussagekräftiger als die durchschnittliche Restlaufzeit.
Wer steigende Zinsen erwartet, wählt eine niedrige Duration; wer auf fallende Zinsen setzt, profitiert von einer hohen. Zu beachten ist, dass die Kennzahl nur für kleine Zinsänderungen exakt ist. Bei größeren Sprüngen kommt die Konvexität hinzu, die den tatsächlichen Verlust etwas geringer und den Gewinn etwas höher ausfallen lässt als die Duration allein anzeigt.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.