Lexikon keine Anlageberatung

Volatilität

Kurz erklärt

Die Volatilität ist ein statistisches Maß für die Schwankungsbreite eines Kurses und wird üblicherweise als annualisierte Standardabweichung der Renditen angegeben.

Eine Volatilität von 20 Prozent bedeutet vereinfacht, dass die Jahresrendite in etwa zwei von drei Jahren innerhalb von plus/minus 20 Prozentpunkten um den Mittelwert liegt.

Historisch und implizit

Die historische Volatilität wird aus vergangenen Kursen berechnet. Die implizite Volatilität leitet sich aus den Preisen von Optionen ab und spiegelt die vom Markt erwartete künftige Schwankungsbreite – abgebildet in Indizes wie dem VDAX-NEW für den DAX oder dem VIX für den S&P 500, die als Angstbarometer gelten.

Risiko oder nicht

In der Finanztheorie ist Volatilität das Standardmaß für Risiko und geht in Kennzahlen wie die Sharpe-Ratio ein. Der Ansatz hat eine bekannte Schwäche: Er behandelt Aufwärts- und Abwärtsschwankungen gleich, obwohl nur Letztere von Anlegern als Risiko empfunden werden.

Für langfristig orientierte Anleger ist Volatilität zudem weniger bedeutsam als für kurzfristige. Wer über zwanzig Jahre investiert bleibt, trägt Schwankungen aus; wer in zwei Jahren an das Geld muss, für den ist Volatilität ein reales Problem. Bemerkenswert ist außerdem, dass Volatilität in fallenden Märkten regelmäßig deutlich zunimmt.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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