Abschreibung
Kurz erklärt
Eine Abschreibung ist die buchhalterische Verteilung der Anschaffungskosten eines Vermögensgegenstands über die Jahre seiner Nutzung.
Kauft ein Unternehmen eine Maschine für 500.000 Euro mit zehn Jahren Nutzungsdauer, mindert nicht der volle Betrag den Gewinn des Kaufjahres. Stattdessen werden jährlich 50.000 Euro als Aufwand verbucht. Der Bilanzwert der Maschine sinkt entsprechend – das ist ihr Buchwert.
Warum das für Anleger zählt
Abschreibungen sind Aufwand ohne Zahlungsabfluss. Das Geld ist beim Kauf abgeflossen, in den Folgejahren mindern sie den ausgewiesenen Gewinn, ohne die Kasse zu belasten. Genau deshalb liegt der operative Cashflow eines kapitalintensiven Unternehmens meist deutlich über seinem Gewinn – und deshalb sieht das EBITDA, das Abschreibungen herausrechnet, besser aus als das EBIT.
Planmäßig und außerplanmäßig
Planmäßige Abschreibungen folgen einem festgelegten Schema über die geschätzte Nutzungsdauer. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nötig, wenn ein Vermögenswert dauerhaft an Wert verliert – etwa wenn eine teuer erworbene Beteiligung die Erwartungen verfehlt. Solche Wertberichtigungen können den Gewinn schlagartig einbrechen lassen und tauchen in Quartalsberichten oft als Sondereffekt auf.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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