Buchwert
Kurz erklärt
Der Buchwert ist der bilanzielle Wert eines Vermögensgegenstands oder eines gesamten Unternehmens und ergibt sich aus den Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen beziehungsweise aus dem Vermögen abzüglich der Schulden.
Auf Unternehmensebene entspricht der Buchwert dem Eigenkapital: alle Vermögenswerte minus alle Verbindlichkeiten. Geteilt durch die Zahl der ausgegebenen Aktien ergibt sich der Buchwert je Aktie – der rechnerische Substanzwert, der auf einen Anteilsschein entfällt.
Kurs-Buchwert-Verhältnis
Setzt man den Aktienkurs ins Verhältnis zum Buchwert je Aktie, erhält man das KBV. Ein Wert unter 1 bedeutet, dass die Börse das Unternehmen niedriger bewertet als sein bilanzielles Eigenkapital. Das kann auf Unterbewertung hindeuten – oder darauf, dass der Markt Abschreibungen erwartet.
Grenzen der Kennzahl
Der Buchwert bildet historische Anschaffungskosten ab, nicht heutige Marktwerte. Selbst geschaffene immaterielle Werte wie Marken, Patente oder Kundenbeziehungen tauchen in der Bilanz gar nicht auf. Deshalb ist das KBV bei kapitalintensiven Branchen und Banken aussagekräftig, bei Software- und Markenunternehmen dagegen kaum brauchbar.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.