Lexikon keine Anlageberatung

Free Cashflow

Kurz erklärt

Der Free Cashflow ist der Zahlungsüberschuss, der einem Unternehmen nach Abzug der für den Geschäftsbetrieb notwendigen Investitionen frei zur Verfügung steht.

Berechnet wird er üblicherweise als operativer Cashflow abzüglich der Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte.

Warum er aussagekräftiger ist als der Gewinn

Der ausgewiesene Gewinn enthält Bewertungsspielräume: Abschreibungsdauern, Rückstellungen, Aktivierungen. Der Free Cashflow zeigt dagegen, was tatsächlich an Geld übrig bleibt. Aus ihm werden Dividenden gezahlt, Schulden getilgt, Aktien zurückgekauft und Übernahmen finanziert – ohne neues Kapital aufzunehmen.

Worauf zu achten ist

Ein einzelnes Jahr sagt wenig. Investitionen fallen in Wellen an, sodass der Free Cashflow stark schwanken kann. Aussagekräftig ist der Verlauf über einen ganzen Investitionszyklus.

Auffällig wird es, wenn Gewinn und Free Cashflow dauerhaft auseinanderlaufen: Steigende Gewinne bei stagnierendem oder negativem Free Cashflow deuten auf gebundenes Kapital in Forderungen und Beständen hin – oder auf eine aggressive Bilanzierung.

Ein negativer Free Cashflow ist nicht per se ein Warnsignal. Bei stark wachsenden Unternehmen ist er die normale Folge hoher Investitionen in künftiges Geschäft.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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