Lexikon keine Anlageberatung

Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Kurz erklärt

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis setzt den Aktienkurs ins Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital je Aktie und zeigt damit, mit welchem Vielfachen des Buchwerts ein Unternehmen an der Börse bewertet wird.

Die Formel lautet: Aktienkurs geteilt durch Buchwert je Aktie. Bei einem Kurs von 30 Euro und einem Buchwert je Aktie von 20 Euro beträgt das KBV 1,5.

Die Lesart

Ein KBV unter 1 bedeutet, dass die Börse das Unternehmen niedriger bewertet als sein bilanzielles Eigenkapital – rechnerisch wäre die Zerschlagung mehr wert als der Fortbetrieb. Das kann auf Unterbewertung hindeuten oder darauf, dass der Markt Abschreibungen und Verluste erwartet.

Anders als das Kurs-Gewinn-Verhältnis bleibt das KBV auch in Verlustjahren berechenbar. Es schwankt zudem weniger stark, weil Buchwerte träger sind als Gewinne. In zyklischen Branchen ist es dem KGV deshalb häufig überlegen.

Wo es versagt

Der Buchwert bildet historische Anschaffungskosten ab. Selbst geschaffene Marken, Patente und Kundenbeziehungen tauchen in der Bilanz nicht auf. Bei Software-, Marken- und Dienstleistungsunternehmen liegt das KBV daher regelmäßig sehr hoch, ohne dass das etwas über eine Überbewertung aussagt. Aussagekräftig ist die Kennzahl vor allem bei Banken, Versicherungen, Immobilien- und Industrieunternehmen.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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