Lexikon keine Anlageberatung

Anlage KAP

Kurz erklärt

Die Anlage KAP ist der Teil der deutschen Einkommensteuererklärung, in dem Einkünfte aus Kapitalvermögen erklärt werden.

Weil Banken die Abgeltungssteuer bereits einbehalten, ist die Anlage KAP meist freiwillig. In mehreren Fällen lohnt sie sich oder ist verpflichtend.

Wann sie Geld zurückbringt

Wurde ein Freistellungsauftrag nicht oder zu niedrig erteilt, holt die Anlage KAP zu viel gezahlte Steuer zurück. Dasselbe gilt, wenn der Sparer-Pauschbetrag über mehrere Banken hinweg nicht ausgeschöpft wurde.

Über die Günstigerprüfung rechnet das Finanzamt Kapitalerträge mit dem persönlichen Steuersatz ab, falls dieser unter 25 Prozent liegt, und erstattet die Differenz. Über die Verlustverrechnung lassen sich Verluste bei einer Bank mit Gewinnen bei einer anderen ausgleichen – dafür ist bis zum 15. Dezember des Jahres eine Verlustbescheinigung anzufordern.

Wann sie Pflicht ist

Bei Kapitalerträgen aus dem Ausland, etwa bei einem ausländischen Depot, wird keine deutsche Steuer automatisch abgeführt. Diese Erträge sind zwingend zu erklären. Gleiches gilt für Erträge, bei denen kein Steuerabzug stattgefunden hat.

Wer Kirchensteuer nachträglich berücksichtigen lassen möchte, nutzt ebenfalls diesen Weg.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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