Bookbuilding
Kurz erklärt
Bookbuilding ist das Verfahren, mit dem bei einer Neuemission der Ausgabepreis anhand der eingehenden Zeichnungsangebote innerhalb einer vorher festgelegten Preisspanne ermittelt wird.
Statt einen Preis vorzugeben, lassen Emittent und begleitende Banken den Markt entscheiden. Zunächst wird eine Spanne veröffentlicht, etwa 24 bis 29 Euro je Aktie. Innerhalb dieser Spanne geben vor allem institutionelle Investoren an, wie viele Stücke sie zu welchem Preis abnehmen würden.
Diese Angebote werden in einem Orderbuch gesammelt – daher der Name. Aus dem entstehenden Nachfragebild ergibt sich der endgültige Ausgabepreis, der für alle Zeichner gilt.
Was das Ergebnis beeinflusst
Ist die Emission stark überzeichnet, wird der Preis am oberen Ende oder sogar über der ursprünglichen Spanne festgesetzt. Bleibt die Nachfrage schwach, wird die Spanne nach unten angepasst, das Emissionsvolumen reduziert oder der Börsengang ganz abgesagt.
Für Privatanleger
Gezeichnet wird ohne Kenntnis des endgültigen Preises, meist über den eigenen Broker und häufig mit einem selbst gesetzten Höchstpreis. Bei Überzeichnung erfolgt eine Zuteilung, die oft deutlich unter der gewünschten Stückzahl liegt. Die Zuteilungsentscheidung treffen die begleitenden Banken.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.