Lexikon keine Anlageberatung

Jahresüberschuss

Kurz erklärt

Der Jahresüberschuss ist der Gewinn eines Unternehmens nach Abzug sämtlicher Aufwendungen einschließlich Zinsen und Steuern.

Er steht am Ende der Gewinn- und Verlustrechnung und ist die Grundlage für den Gewinn je Aktie sowie für die Frage, wie viel überhaupt ausgeschüttet werden kann. Fällt das Ergebnis negativ aus, spricht man vom Jahresfehlbetrag.

Nicht gleich Bilanzgewinn

Über die Dividende entscheidet nicht der Jahresüberschuss allein. Aus ihm werden zunächst gesetzliche und satzungsmäßige Rücklagen gebildet oder aufgelöst und ein Gewinn- oder Verlustvortrag aus dem Vorjahr berücksichtigt. Erst daraus ergibt sich der Bilanzgewinn, über dessen Verwendung die Hauptversammlung beschließt. Ein Unternehmen kann deshalb auch in einem Verlustjahr eine Dividende zahlen – aus Rücklagen.

Einordnung

Der Jahresüberschuss enthält sämtliche Sondereffekte: Verkäufe von Unternehmensteilen, Wertberichtigungen, Steuernachzahlungen. Für die Beurteilung der operativen Ertragskraft sind das EBIT und der Free Cashflow deshalb häufig aussagekräftiger.

Bei Konzernen wird zusätzlich unterschieden zwischen dem gesamten Jahresüberschuss und dem Anteil, der auf die Aktionäre des Mutterunternehmens entfällt – nur Letzterer ist für die Berechnung des Gewinns je Aktie maßgeblich.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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