Zins
Kurz erklärt
Der Zins ist das Entgelt für die zeitweise Überlassung von Kapital – aus Sicht des Kreditnehmers der Preis für geliehenes Geld, aus Sicht des Anlegers der Ertrag für verliehenes Geld.
Angegeben wird er in Prozent des Kapitals pro Jahr. Seine Höhe hängt vom allgemeinen Zinsniveau, der Laufzeit und der Bonität des Schuldners ab: Je länger die Bindung und je unsicherer die Rückzahlung, desto höher der geforderte Zins.
Nominal und effektiv
Der Nominalzins ist der reine Zinssatz. Der Effektivzins berücksichtigt zusätzlich Gebühren, Zahlungsrhythmus und Zinseszinswirkung und ist deshalb die einzige Größe, mit der sich Angebote vergleichen lassen. Bei Verbraucherkrediten muss er ausgewiesen werden.
Real und nominal
Entscheidend ist der Realzins, also der Nominalzins abzüglich Inflation. Bei 2 Prozent Zinsen und 3 Prozent Inflation verliert ein Guthaben real an Kaufkraft, obwohl der Kontostand wächst. Phasen negativer Realzinsen hat es wiederholt über Jahre gegeben.
Wirkung auf die Märkte
Das Zinsniveau ist einer der stärksten Kurstreiber überhaupt. Steigende Zinsen drücken Anleihekurse, verteuern Unternehmensfinanzierungen und senken den Barwert künftiger Gewinne – was vor allem hoch bewertete Wachstumsaktien belastet. Gesteuert wird das Niveau maßgeblich über die Leitzinsen der Zentralbanken.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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