Lexikon keine Anlageberatung

Zyklischer Wert

Kurz erklärt

Ein zyklischer Wert ist die Aktie eines Unternehmens, dessen Umsätze und Gewinne stark vom Konjunkturverlauf abhängen.

Betroffen sind Branchen, deren Produkte aufschiebbar sind oder von Investitionsentscheidungen abhängen: Automobilindustrie, Maschinenbau, Bau, Chemie, Halbleiter, Luftfahrt, Werbung und Luxusgüter.

Typisches Verhalten

Im Aufschwung steigen Umsätze und Gewinne überproportional, weil Fixkosten auf höhere Absatzmengen verteilt werden. Im Abschwung wirkt derselbe Hebel umgekehrt und drückt die Ergebnisse besonders stark. Die Kurse folgen dieser Bewegung mit größerer Amplitude als der Gesamtmarkt.

Die Bewertungsfalle

Zyklische Werte sind der klassische Fall, in dem ein niedriges Kurs-Gewinn-Verhältnis in die Irre führt. Am Gewinngipfel sieht die Bewertung optisch günstig aus, obwohl der Zyklus bereits dreht – und am Tiefpunkt erscheint das KGV extrem hoch oder ist mangels Gewinn gar nicht berechenbar. Hilfreicher sind hier Durchschnittsgewinne über einen ganzen Zyklus oder das Kurs-Umsatz-Verhältnis.

Da Aktienmärkte die Konjunktur vorwegnehmen, drehen zyklische Werte oft, bevor sich die Wirtschaftsdaten verbessern. Das Gegenstück bilden defensive, konjunkturunabhängige Titel.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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