Lexikon keine Anlageberatung

Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)

Kurz erklärt

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis setzt die Marktkapitalisierung eines Unternehmens ins Verhältnis zu seinem Jahresumsatz.

Berechnet wird es als Aktienkurs geteilt durch den Umsatz je Aktie oder gleichwertig als Marktkapitalisierung geteilt durch Gesamtumsatz. Ein KUV von 3 bedeutet, dass die Börse das Unternehmen mit dem Dreifachen seines Jahresumsatzes bewertet.

Der Vorteil

Umsatz lässt sich bilanziell weniger gestalten als Gewinn und fällt selbst in schwachen Jahren selten weg. Das KUV bleibt deshalb auch dann berechenbar, wenn das Kurs-Gewinn-Verhältnis mangels Gewinn versagt – etwa bei jungen Wachstumsunternehmen, in zyklischen Tiefpunkten oder nach Sondereffekten.

Die Grenze

Umsatz ohne Marge sagt wenig. Ein Handelsunternehmen mit 2 Prozent Nettomarge und ein Softwareanbieter mit 25 Prozent sind über das KUV nicht sinnvoll vergleichbar – Erstere werden strukturell mit Werten deutlich unter 1 bewertet, Letztere mit einem Vielfachen davon.

Sinnvoll ist die Kennzahl deshalb ausschließlich innerhalb einer Branche und im Zeitverlauf: Ein KUV, das weit über dem eigenen historischen Durchschnitt liegt, ist ein Hinweis auf gestiegene Erwartungen – unabhängig davon, wie die absolute Zahl im Branchenvergleich aussieht.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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